Druckschrift 
Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Mutter, im Verein mit den Tanten, Plane gegen ſeine Junggeſellenfreiheit entworfen, und daß man das junge Fräulein bereits in das Complott eingeweiht habe.

Es bedurfte für Karl Auguſt blos eines kleinen Winks, um das ganze Gewebe zu durchſchauen, und daß er dies Mal nicht weit vom Ziele geſchoſſen, konnte er leicht aus der Lebhaftigkeit erſehen, mit welcher nach dem Eſſen Frau Agneta und ihre beiden älteren Gäſte, Erſtere von des Fräuleins, Letztere von des jungen Herrn Kemner vortreff⸗ lichen Eigenſchaften flüſterten und ziſchelten.

Beim Abſchied wurde die Familie zu Lindafors dringend eingeladen, den abgeſtatteten Beſuch ſo bald als möglich zu erwiedern. Dies geſchah, und Frau Agneta quälte ihren Sohn ſo lange wegen ſeiner Trägheit und Ungalanterie, daß er ſich endlich entſchloß, mitzugehen. Aber dieſer Beſuch war auch der erſte und letzte. Denn jetzt offenbarten ſich die mütterlichen Abſichten ſo deutlich, daß Karl Auguſt auf dem Heimweg nöthig fand zu erklären, er habe noch kein Frauenzimmer geſehen, das er zur Gattin wünſchen oder in dieſer Eigenſchaft auch nur erträglich finden koͤnnte.

„Dies kommt daher, daß Du gar keine Bekannt⸗ ſchaften machen willſt, mein lieber Karl Auguſt. Wollteſt Du es nur einmal auf einen Verſuch ankommen laſſen, ſo.. Ja, ja, blick nur nicht ſo mißtrauiſch drein! Ich habe ſchon manchen Weiberfeind geſehen, der ſich zuletzt noch bis über die Ohren verliebte.“ X

„Ich bin kein Weiberfeind, liebe Mutter! Im Gegen⸗ theil würde ich mich recht gerne mit Damen unterhalten, wenn ſie nur nicht ſogleich die dumme Einbhildung hätten, ich ſei in ſie verliebt.“ 4

„Glaubſt Du denn, ſie werden auf einige bedeutungs⸗ loſe Worte ſo großes Gewicht legen?“ 3

„Wenn die jungen Damen es nicht thun, ſo ſind doch wenigſtens ihre Mütter und Väter, ihre Tanten und Cou⸗ ſinen ungemein geneigt dazu. Dies der Grund, warum ich ihre Nähe ſo ſehr fürchte.“

„Aber mein Gott, lieber Karl Auguſt, auf dieſe Art

„

bekom Mädch empfin in ein hat?“

7

. ſichten Dich Bauer hat,

5 Für§ ſeines Ein 2 ſollte angeſe der M die Fr er im

Gedan

Mädch

lieben C

Grille Mädck Anſich gegen

chen a werder ſich te arme