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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
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jungen Thieren ihre Mutter, dem Männchen ſein Weibchen zu rauben; aber doch tödte ich ſie bisweilen, und zwar blos, um bei der Heimkehr nicht ausgelacht zu werden. Warum ſitze ich ganze Stunden da und betrachte z. B. einen einfachen Ameiſenhaufen, der tauſenderlei Gedanken in mir hervorruft? Und warum treten mir Thränen in die Augen, warum fühle ich mich beſeligt, ſo oft ich die Sonne aufgehen ſehe? warum moͤchte ich die Thauperlen vom Graſe wegküſſen, und warum regt ſich das Leben mit tauſendfältiger Kraft in mir, wenn ich am Morgen die Vögel ihren Sang beginnen höre? Warum? warum? Nun ja, weil ich ein Träumer bin, ein Schwärmer, ein Tauge⸗ nichts, der ſeine Zeit nicht nützlich zu verwenden weiß, und der zuletzt ſich ſelbſt und Andern zur Laſt fallen wird.“

„Wenn ich hinausginge, wenn ich mich auf Neiſen begeben und etwas in der Welt umſehen würde— vielleicht könnte das euch Freude machen, ihr guten Eltern! Aber— und hier nahmen ſeine Gedanken unglücklicherweiſe eine minder günſtige Richtung— aber was ſollte ich draußen, welchen Nutzen könnte ich davon ziehen, welche Freude dürfte ich mir davon verſprechen? Gibt es für mich eine groͤßere Freude, als das Leben in meinen Wäldern? Iſt man ſich ſelbſt nicht auch Einiges ſchuldig? Bin ich nicht Eigenthümer von all dem zuſammen, und habe ich nicht Vermögen genug, um meinen Launen zu folgen, um zu leben, wie es mir behagt? Jeder hat ſeine eigene Art und Weiſe: mein Vater glaubte mir den Verſtand ein⸗ peitſchen zu können, und handelte dabei ſo gut er es verſtand. Was war die Folge? Daß der Verſtand beinahe ganz entfloh und der Trotz um ſo ſtärker ſich regte. Seine Abſicht war gut, aber ſie verfehlte ihr Ziel, und das kommt ſehr häufig vor. Ich habe oft die gute Abſicht, alles zu thun, was die lieben Leutchen wünſchen, zu leben wie Vater und Großvater gelebt haben, aber ich vermag es nicht— und ſomit iſt wiederum ein Ziel verfehlt.“

So ſchwankten Karl Auguſts Gedanken raſtlos hin und her. Er ſtand nächſtens auf dem Punkte, ein voll⸗

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