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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
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Dreſchmaſchine. Karl Auguſt las zwar die Worte, aber der Sinn blieb ihm verborgen, und unzufrieden mit ſich ſelbſt, vielleicht auch mit ſeinem Vater und ſeinen beſtän⸗ digen Mahnungen, warf er das Blatt weg und drehte ſich gegen die Wand mit dem feſten Vorſatz, an gar nichts zu denken.

Aber wer weiß nicht, daß man gerade bei dieſem Vorſatz weitaus am eifrigſten an alles denkt, was nöthig und was nicht nöthig iſt? So auch Karl Auguſt. Die nöthigen Gedanken— im Fall wir überhaupt die Gedanken in zwei ſolche Claſſen eintheilen dürfen— drehten ſich um ſeine eigene Perſönlichkeit und um ſeine eigenen Ver⸗ hältniſſe. Er dachte an die freundlichen und aufmunternden Blicke des Vaters, als ſie beide zuſammen auf dem Hofe geſtanden hatten, und der Eine ſofort dem Hammerwerke, der Andere dem Walde zuſchritt. Nie mehr hörte er einen Vorwurf wegen Unachtſamkeit und Mangels an Thatkraft; aber der Vorwurf ſtand zuweilen in des Vaters Auge geſchrieben und ſchmerzte Karl Auguſt tief; nichts deſto weniger ſchlenderte er wie ein Träumender umher und zog blos ſeinen Vergnügungen nach.

„Ich wollte nur,“ dachte Karl Auguſt,„es wäre mir möglich anders zu ſein; ſtünde es nur in meiner Macht dieſen guten Eltern Freude zu machen, und ginge es mir nur nicht ſo durchaus gegen den Sinn, mich mit den Dingen zu beſchäftigen, welche mein Vater und Großvater über Alles geſtellt haben! Aber ſo heftig ich auch mit mir ſelbſt kämpfen mag, ſo werde ich doch an dieſen quäleriſchen, kleinlichen Geſchäften, welche die Zeit aufs Todtlichſte dehnen und die Stunden zu Ewigkeiten machen, nie die mindeſte Freude bekommen.“

„Doch, was hilft alles Grübeln? Worüber brüte ich? Ueber tauſend Dingen, um die kein vernünftiger Menſch ſich kümmert! Wie kommt es, daß ich mich in Geſellſchaft der Thiere wohler befinde, als unter den Menſchen? Warum blutet mir zuweilen das Herz, wenn ich die Büchſe an die Wange lege? Es ſchmerzt mich, den