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Jetzt begann Herr Kemner Vernunft zu predigen. Aber Karl Auguſts Gemüth war wie verriegelt für die Weisheit, welche von des Vaters Lippen ſloß.
„Hoör einmal, mein Sohn,“ begann der Hüttenbeſitzer eines Tags, als er dem Jungen gewaltig imponiren wollte, „Du liebſt doch Deinen Vater, nicht wahr?“
„Oh, nicht gerade ſo übermäßig,“ antwortete der dreizehnjährige Junge.
„Was— nicht ſo übermäßig? Du undankbarer Bengel! Du willſt Deinen Vater nicht lieben? Weißt Du nicht, daß ſelbſt die unvernünftigen Thiere ihre Eltern lieben?— Siehſt Du nicht, wie das Fohlen um ſeine— Mutter herumſpringt?“
„Ja, das ſehe ich wohl; aber ich habe noch nie im geſehen, daß ſie es ſchlägt oder ſtößt oder hungern läßt
oder einſperrt. Wenn ſie das alles thäte, ſo würde wahr⸗ Du ſcheinlich das Fohlen davon ſpringen und nicht wiederkommen wen wollen.“ Du
„Ich hätte dich ſchon lange in die Stadtſchule ſchicken und ſollen,“ ſagte der Vater, der von dieſem Thema abzulenken Deit wünſchte;„aber der Lehrer ſagt, daß Du zu nichts taugeſt. würf Was glaubſt Du ſelbſt?— Glaubſt Du, daß Du zu Etwas taugſt?“
„Ich weiß es nicht.“
„Haſt Du Freude am Leſen?“ Friei
„O ja, manchmal.“: gleie „Dieſes Manchmal kommt ſelten genug vor. Aber im Walde umherſpringen, auf die Bäume klettern und erfal nichts thun, nicht wahr, das macht Dir Vergnügen!“ 1 „Ja, das iſt ganz luſtig.“ beſtä „Aber Du biſt jetzt alt genug, um einzuſehen, dasß zu n Du etwas lernen mußt, damit Du einmal ein Mann wirſt, werd wie Dein Vater, Dein Großvater und Dein Urgroßvater waren. Sie waren tüchtige Leute, das darfſt du mir glauben. In Deinem Alter konnten ſie ſchon an den Fingern herzählen, wie es auf dem Hammerwerk und in durch der Landwirthſchaft zugeht. Du aber weißt nicht einmal, Scha
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