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Torte, und überall rief man Mamſell„Eleonora's“ Namen.
Mit einem nie ſo ſehr empfundenen Gefühle der bitterſten Eiferſucht ſtand Paul ein wenig bei Seite und ſah zu, wie mehrere junge Herren ſeine Nora umgaben und ſie nach tauſend Kleinigkeiten fragten. Sie wurde ſehr gut mit Allen fertig und hatte für Jeden ein Lächeln, aber doch keinen ſolchen Blick wie für Paul. Gleichwohl beneidete er jedes Lächeln, ja
jedes Wort, das ſie verſchwendete; und als einer der
Gäſte ihre Hand ergreifen wollte, was Nora jedoch durch eine ſchnelle Bewegung verhinderte, fühlte Paul, wie ſein Blut zu Kopf und Herzen ſtieg, und mit Mühe konnte er ſich in ſo weit beherrſchen, daß er nicht dem„Nichtswürdigen“ einen derben Stoß gab, deſſen Blick ihm hinreichend ſagte, wie ſchön auch er Nora fand.
Da ſich inzwiſchen das Zimmer immer mehr mit Leuten anfüllte, und die Hoffnung auf eine fernere Un⸗ terredung unmöglich wurde, ſo war Paul endlich ge⸗ nöthigt, zu gehen; und er war ſchon auf dem halben Wege nach Hauſe, als es ihm plötzlich einfiel, daß er den Auftrag des Kellermeiſters gänzlich vergeſſen und keinen Menſchen eingeladen hätte. Ohne längeres Nachdenken kehrte er daher wieder um, ging aber erſt in die drei Weißlengen, ſetzte ſich hier und ſchrieb fol⸗ gendes Brieſchen, welches er ſeiner ehemaligen Braut zu übergeben gedachte.
„Gutes, liebes Norchen!
„Wenn ich mir einen tüchtigen Rauſch getrunken hätte, ſo könnte ich faſt nicht verwirrter ſein, als die Freude mich nun gemacht hat! Ich ſollte Deinen Herrn zu dem meinigen einladen; da ich das jedoch vergeſſen habe, ſo wende ich mich um. Da ich aber nicht dazu kommen kann, mit Dir zu reden, ſo eilte ich hieher in die drei Weißlengen, um einige Zeilen zu ſchreiben. „Liebe Nora, ſüße Nora! ich kann nun und nim⸗
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