jeden Tropfen und jeden Biſſen, den Du hinunter ge⸗ ſchlungen, ſo ſchneide ich Dich auf, Du Dorſch, ſo lang Du biſt! Her mit dem Gelde, Du Auſter! her damit im Augenblick und mach keine Umſtände!“
„Geh zur Hölle, Alte! Nicht kannſt Du ſehen, was in der Kladde ſteht. Und es iſt accurat ſo wie ich ſage: fünf Krüge Biertrank, ſechs mit Waſſer ver⸗ dünnte Schnäppſe und ſieben Butterbröde, wenn man ſolchen Thran Butter nennen kann, der kaum zu Stie⸗ felſchmiere taugt.“
„Nein, ſage ich, es ſind ſieben Krüge Bier, und das iſt ſo gut, daß Du Dir das Maul darnach lecken kannſt, und acht Schnäppſe, die kein Menſch ſo gut verkauft, und zehn Butterbröde und dieſe von ſo guter Butter, daß Du elender Meerkater in Deinem Leben ſolche Butter nicht gerochen haſt.... Aber, ſteht nicht Paul da? Was, tauſend T—! was haſt Du Schlin⸗ gel zu thun gehabt, daß Du nicht eher gekommen biſt? Darüber ſprechen wir nachher— jetzt komm her und rechne zuſammen, was hier in der Kladde ſteht für Rechnung des Sakrias Amundsſon aus Roſſö!“
Weit entfernt, darüber in Verlegenheit zu gera⸗ then, daß er ſich ſo plötzlich und unvorbereitet in ſeine Dienſtgeſchäfte verſetzt ſah, freute ſich Paul im Ge⸗ gentheil herzlich, daß er Gelegenheit erhielt, ſeine Kenntniſſe auf eine Weiſe an den Tag zu legen, welche ihn der Gunſt ſeiner Herrin ſogleich empfehlen konnte. Und nachdem er einige Male die etwas mpſtiſchen Hie⸗ roglyphen der Kladde durchſtudirt hatte, ſo bekam er bald das Debet des Sakarias Amundsſon auf der Re⸗ chentafel fertig, und da wurde befunden, daß die Summe „präciſe auf’'s Haar“ mit der vorher gemachten Angabe der Gevatterin übereinſtimmte.
„Kannſt Du nun ſehen, Sakrias?“ rief die Ge⸗ vatterin triumphirend aus, indem ſie Paul die Kladde wegriß,„kannſt Du nun bloß ſehen, daß ich Recht habe? Und ich möchte auch nicht glauben, daß ein
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