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Paul Wärning : Abenteuer eines Scherenjungen ; fünf Theile / erzählt von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F.
Entstehung
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los leben ſollte; und da ſie es für abgemacht hielt, daß er während ſeiner Dienſtzeit bei der Thrankocherei ein kleines anſtändiges Vermögen geſammelt, und nur in der würdigen Abſicht, ſeinen Mitmenſchen zu dienen und ſie aufzuklären, die Mühe mit der Schule über⸗ nommen hätte, ſo ließ ſie nach einigen verunglückten Verſuchen, ſeine allzubeſcheidene Flamme anzufachen, eine offenere Unterhandlung folgen. Das Reſultat der⸗ ſelben war, daß ſie einen Mann bekam, der ſo gut und ſo ſanft war, wie nur je einer ein Raſiermeſſer in die Hand genommen hatte; aber das war auch alles: das klingende Vermögen beſtand nur in einigen anſpruchsloſenPlatenſtücken.*)

Dieſes ereignete ſich in dem zweiten Jahre der Schule.

In dem dritten erblickte der Sohn Paul das Licht der Welt. Und da Wärning nach dieſer merkwürdigen Kataſtrophe von ſeiner Frau oft in Anſpruch genom⸗ men wurde, mit ſeinem Schulmeiſteramte das eines Kindermädchens zu vereinigen, ſo hatte er einen trif⸗ tigen Grund, den einen Theil ſeiner Dienſtpflicht los zu werden, der den ſanften Mann von allen am meiſten plagte, nämlich die Ablohnung an die Jungen für Unarten und Faulheit.

Frau Wärning hatte den vorher höchſt ſelten in Gebrauch geweſenenMeiſter Erich,**) eine recht an⸗ ſtändige Karbatſche, in Ordnung gebracht; ſie hatte dieſelbe mit eigenen Händen geflochten und über der

*) Ein Platenſtück(Platsiycke) iſt eine ältere viereckige Kupfermünze von ungleichem Werthe; gewöhnlich rech⸗ net man ſie zu 16 Schillingen. Anmerk. d. Ueberſ.

So heißt die Karbatſche, vor welcher ſich Jeppe auf dem Berge in dem Luſtſpiele dieſes Namens von dem Dä⸗ nen Holberg am meiſten fürchtete, weil ſeine Frau die⸗ ſelbe gegen ihn auf eine nachdrückliche Weiſe zu ſchwin⸗ gen verſtand.

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