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Gethan— aus Trieb erschlug ich, da ich ihn
Für meinen Feind erkannte, nicht aus Rache!
Nein, scht: er war ein Fels in unserm Weg',
Den ich durchstiefs, so wie's der Kühne thut,
Nur weil er zwischen uns und unsrer wahren
Bestimmung stand, nicht eitel und umsonst.—
Als Fremder rettete ich ihn, und er
Ward mir ein Leben schuldig, das, sobald
Es mir verfallen, ich als Schuld zurück
Mir nahm!—. Er, ich und Ihr, wir standen schwindelnd
An eines Abgrunds Rand, in den ich keck
Den Feind herabgestürzt!— Ihr habt die Fackel!
Zuerst entzündet und den Weg gezeigt:
Jetzt zeigt mir den der Rettung, oder lafst
Mich selbst...
Siegendonf(erschöpft). Mein Leben ist dahin! Ulrichz. Nicht doch! Lafst das dahin seyn, was das Leben nur Vergiftet— Vorwurf und Familienzwist, Um das, was doch nicht ungeschehn zu machen.— Ich kenne keine Furcht, und habe hier In diesen Mauern Leute, die(obgleich Ihr sie nicht kennet) alles für Euch wagen. Ihr stehet hoch im Staat, und was hier vorgeht, Wird seine allzugrofse Neugier nicht Erregen.— Haltet Eu'r Geheimniſs fest,


