Teil eines Werkes 
16 (1825) Werner : ein Trauerspiel in fünf Aufzügen / von George Gordon Byron ; übersetzt von Wilhelm von Lüdemann
Entstehung
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Zuerst war Rache. Doch obgleich bewaffnet Mit einem kurzen Dolch(mein Schwert blieb draufsen),

War ich ihm nimmer doch gewachsen, wie Ich jenen Morgen schon erfahren, weder An Kraft noch Kunst. Ich floh daher zuriick In's Dunkle. Zufall mehr, als Klugheit lieſs Die Thür im Vorsaal wieder mich erreichen, Und drauf das Zimmer, wo Ihrschlieft, Herr Graf. Wenn ich Euch wachend traf, der Himmel weiſs, Was Rach' und Argwohn dann mir eingegeben, Allein Ihr schlieft, und niemals schlief die Schuld, Wie Werner schlief in dieser Nacht.

Siegendonſ. Und doch Träumt' ich Entsetzliches, und kurz so daſs Noch das Gestirn nicht wieder war gegangen, Als ich erwachte. O, warum mich schonen 5 Ich träumt' von meinem Vater, und nun ist Mein Traum vorbey!

Gabor. Es ist nicht meine Schuld, Wenn ich ihn ausgelegt! Genug, ich floh Verbarg mich, und nach vielen Monden führt Der Zufall mich hieher, um Werner mir Im Crafen Siegendorf zu zeigen; Werner, Den ich in Hüútten stets umsonst gesucht, Bewohnt ein fürstlich Schlofs. Ihr suchtet mich, 126.