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Ernſt und nicht mit einem bloßen Scheinwillen entſchloſſen bin, dieſe verbrecheriſche Flamme zu beſiegen— und Du wirſt meine Seufzer um Deine Hulfe und Deinen Bei⸗ ſtand nicht verſchmähen!?......... „O, Evelyn! was thateſt Du!“ klagte ſie leiſe... Plöͤtzlich aber fühlte ſie, daß ſie ſich dieſes Kindes anneh⸗ men müßte, über welches ſie zu wachen und welches ſie ſchützen gelobt hatte. Sie trat daher mechaniſch auf die Thuͤr der Sternkammer zu. Als ſie dieſelbe öffnete, ſah ſie, daß Evelyn ohne Bewußtſein dalag. Bei dieſem An⸗ blick erwachte Conſtance's ganzes warmes Herz: ſie trug die Ohnmächtige auf den Sofa, und ihre zärtlichen Be⸗ mühungen erweckten dieſelbe bald aus der Bewußtloſigkeit.
Evelyn's erſte bewußte Handlung war, daß ſie einen langen, forſchenden Blick über das Zimmer warf, und ihre erſten Worte waren die Frage:„Wo iſt er?... Ach, er ſagte wohl... er ſagte wohl...“
„Was, liebe Evelyn?“
„... Daß er mir verzieh?2... Aber ich fühle es hier“— ſie preßte die Hand gegen das Herz—„da er mir nie verzeiht!“
„Sein Herz iſt zu groß und zu edel, als daß er ir⸗ gend jemanden haſſen könnte; aber er konnte unmöglich auf dieſe Weigerung von Dir vorbereitet ſein, da Du ihn ſo innig geliebt haſt!“
„Liebe ich ihn denn jetzt weniger innig, wenn auch vielleicht mit einer andern Liebe?... Ach, was kann ich dafür, daß ich ihn nicht mehr lieben kann, wie Mar? Wenn ich aber dennoch mein Gelübde bräche, ſo dürfte ich gewiß nicht dort oben bei ihm ſein... und was ſollte ich auf Erden anfangen ohne dieſe Hoffnung? Was ſollte ich im Himmel, wenn ich dort nur weinen könnte? Und ich würde nie aufhoͤren zu weinen, wenn Max ſein Antlitz
von mir abwendete.“ Jetzt vermochte Conſtance ihre Thränen nicht länger


