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zwiſchen dem Wege und dem Abgrunde ſo ſchlecht, daß .„a, ſündlicher, ſtürmender Wahnſinn!... Dieſes Weib, dieſe Judith!... ihre ſchwarzen Sonnen, ihre glühenden Lippen, ihre weißen Arme!... Wahnſinn, Wahnſinn... Tod— und Leben!... Mein ſoll ſie ſein... mein!“
Leonard war in der Krümmung.
Da bewegte ſich dicht vor dem Kopfe des Pferdes ein Schatten: das Thier wurde ſcheu und über dem weiten Raum erſcholl ein einziger Ruf und dieſer Ruf war— „Gott!“ Ehe Leonard hinabſpringen konnte, war das Pferd ſchon auf dem ſchmalen Wege einige Schritte rückwärts gegangen— und plötzlich krachte es in dem Abgrunde ſo, daß die Erde erbebte, und der Wald erbebte, und der Brudermörder erbebte, welcher lauſchend daſtand und in die ſchwarze Tiefe hinabblickte, in welcher jetzt kein Laut mehr zu vernehmen war.
Ein kurzes, heiſeres Gelächter, bei welchem die Zähne des Mörders hart zuſammenſchlugen, unterbrach das Schweigen der Natur. Er ſchrak zuſammen bei dieſem Laute und ſah ſich um, als wäre er nicht von ihm ge⸗ kommen. Darauf begann er die Anhoͤhen mit einer Eil⸗ fertigkeit hinabzulaufen, als jagten und verfolgten ihn tauſend knirſchende und geißelnde Dämone.
„Er iſt hinweg... o Herr, Erlöſer, milder Vater! halte Du ſchützend Deine Hand über ihn!“ ſtammelte Conſtance, als ſie nach dem brennenden Seufzer zu Gott ſich umwendete und ſich allein ſah.
„Wohin iſt er gegangen? Gewiß iſt ſeine Nacht eine unglückliche— ich aber will nicht aufhoͤren, für ſeine Seele zu beten!... O, daß meine Gebete ſeine Erlöſung aus den Banden dieſer ſündigen Leidenſchaſt zu wirken ver⸗ moͤchten; denn nun ſiehſt Du es, mein Gott, daß ich mit
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