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Blicke auf ihr Antlitz geheftet hielt. Beide waren unbe⸗ weglich.
Zweimal verſuchte Evelyn zu reden; aber ihre Stimme fand keinen Laut. 7
„Antworte!“ ſtotterte Juſtus mit immer bleicher werdenden Lippen.
„Mein Bruder, erbarme Dich!... ich müßte glau⸗ ben, daß ich Mar nicht wiederſehen würde, wenn ich mein Gelübde bräche!“
„Es iſt genug!“ Juſtus erhob ſich von ſeiner knien⸗ den Stellung.„Lebe wohl, Evelyn!— Gott ſchütze Dich, und laſſe Dich nicht allzu bitter bereuen, was Du jetzt gethan haſt!“
Er wollte gehen.
„Mein Bruder, mein Bruder! Du haſt mir nicht geſagt, daß Du mir verzeiheſt: ich ſterbe zu Deinen Füßen“— und jetzt war es Evelyn, welche auf die Knie ſank— wenn Du mir nicht aus Deinem vollſten Herzen verzeihſt!“
„Ich verzeihe Dir aus meinem vollſten Herzen— Du warſt ja nur das Werkzeug in einer höhern Hand!“ Juſtus öffnete die Thür und ging hinaus.
Evelyn ſchleppte ſich nach, um ihn zurück zu rufen, ſie wußte ſelbſt nicht recht, in welcher Abſicht; doch ihr Wille war einer andern Macht unterthänig; ſie ſank ohne Bewußtſein zu Boden— die Erſchütterung war allzu ge⸗ waltſam geweſen.
In dem äußern Zimmer ſtand Juſtus von Carleborg mit leichenblaſſen Wangen und ſunkelnden Augen; die Todesqual des wildeſten Schmerzens war auf ſeiner Stirn gezeichnet.
Er ſchien zu ſchwanken, ob er noch ein Lebewohl ſagen ſollte. Nach einem harten Kampfe von einigen
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