Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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Ol jal ich glaube, daß mein Leben nur durch Dich vorhanden iſt! Dann kann alles noch gut werden! So wie Deine heiligſte Erinnerung im Grabe ruht, ſo ruht auch die meinige in dem Grabe des Herzens; doch wir lieben ein⸗ ander immer hinlänglich, um ein Band für das Leben knüpfen zu können. Niemand verſteht Dich ſo wie ich, niemand mich ſo wie Du laß uns daher unſer Leiden und unſere Freuden austauſchen: laß uns gegenſeitig uns helfen jene zu tragen und dieſe zu verſüßen... Werde die Meinige vor Gott im Glauben und in der reinſten Liebe! Ja, die Deinige vor Gott im Glauben und in der reinſten Liebe ſo will ich immer die Deinige ſein! Und vor den Menſchen.. Du willſt ja meine Gattin werden, Evelyn, meine geliebte, meine theure Gattin?

Nein, nicht Deine Gattin: Deine Freundin, Deine

Schweſter, Dein guter Engel will ich ſein niemals

Deine Gattin!

Wie, Evelyn? Du ſchlägſt mich aus... Du ver⸗ wirfſt mich? Seine Gemüthsbewegung war ſo groß, daß er nur mit Mühe die Worte hervorpreßte:Beſinne Dich o, beſinne Dich!... Du verwirfſt mich nicht?

Ach, mein Bruder! warum dieſe große Betrübniß, da Du mich doch auf keinen Fall ſo liebſt... ſo wie ſie, die Du nicht erhalten kannſt?(Evelyn ahnte noch nicht, daß ihre Nebenbuhlerin ſo nahe war.)

Darum, Evelyn, weil mir nichts mehr im Leben übrig bleibt, wenn Du mich verwirfſt! Du.. Du biſt meine letzte Hoffnung!

O Gott, wie betrübſt Du mich jetzt und doch wie glücklich machſt Du mich!... Ich, ich Deine letzte Hoffnung! Doch warum bin ich Deine letzte Hoffnung? Sind ſie nichts mehr für Dich, dieſe armen, blinden Hei⸗ den, die noch immer Deiner harren, ſo wie damals, als Du Dein Herz von dem meinigen riſſeſt? Willſt Du nicht

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