Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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eine zitternde Bewegung ſetztelag Dein ganzer Him⸗ mel in meinem Blicke, in meinem Worte... ich war Alles für Dich!

1. Du das nicht jetzt noch? fragte ſie voller Un⸗ huld.

Das weiß Gott allein: andere Verhältniſſe ſind ſeit der Zeit eingetreten: heilige Bande haben Dich an einen Mann gefeſſelt, der Deiner Trauer ſo werth iſt. Ich hätte dieſe entflohenen Bilder nicht ſo bald vor Deine Seele rufen ſollen; doch die Nothwendigkeit gebietet mir, die Form an die Seite zu ſetzen.... Liebe Evelyn! darf ich offen mit Dir reden?

Mein Bruder! ſtotterte Evelyn,was kannſt Du meinen?

Ich hoffe zu Gott, daß Dein Herz es Dir ſagt! ... Einſt, geliebte Evelyn, ſtand ich ſo wie jetzt flehend vor Dir; nur der Inhalt meines Flehens war verſchie⸗ den: damals flehte ich die Freiheit von Dir jetzt flehe ich Dich, daß Du mich davon befreieſt! Wirſt Du mich erhören? wird mein guter Engel mich im Stiche laſſen?

Er nahm ihre Hand und betrachtete ſie mit Blicken, welche, ſo ſanft er ſie auch zu machen bemüht war, den⸗ noch eine ſo heftige Unruhe verriethen, daß Evelyn vor ihnen erſchrak.

Ach, ſetze Dich zu mir her, damit ich mich erhole!

Damit Du Dich erholſt? Er ſetzte ſich neben ſie und blickte ihr mit einer beredten Betrübniß in's Auge. Es gab eine Zeit, da Du nach einem ſolchen Bekenntniß keine Erholung nöthig gehabt haben würdeſt; damals hät⸗ teſt Du mir gewiß keine Worte gegeben; wohl aber einen Blick, der mir genügt haben würde!

Ja, doch ſeit dieſer Zeit iſt ein anderer Tag in meiner Seele aufgegangen!

Ein anderer Tag Du meinſt das reine, herzliche Gefühl, das Dich mit Mar vereinigte?

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