Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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Abend? fragte Evelyn mit kindlicher Freude.O, wie lang ſind dieſe acht Tage geweſen!... Wie ſehne ich mich nach ihm!

Alſo liebſt Du ihn ſehr? Conſtance lächelte; doch war es ein Lächeln gleich dem des Todesgefangenen an dem letzten Tage.

Ja, ich liebe ihn ſehr, mehr denn ſehr!

Ich befinde mich heute Abend nicht ganz wohl willſt Du mir nicht verſprechen, ihn allein entgegen zu nehmen, ſo kann ich mich ein wenig auf den Sofa im Schlafzimmer werfen?

Arme Conſtance, da kannſt Du ihn ja nicht ſehen! doch vielleicht kommt er nicht: es iſt ſchon zu ſpät es iſt ſchon eine ganze Ewigkeit, ſeitdem wir Licht an⸗ zündeten.

Still, Evelyn, ſtill er iſt hier! Und in weni⸗ ger als einer Secunde war Conſtance in der Thür des Schlafzimmers verſchwunden. Sie begab ſich nicht zur Ruhe, ſondern ſank auf den Sofa; und jetzt erſt pries ſie Gott recht inbrünſtig, daß ſie allein war, daß niemand ſah, was in ihr vorging, als ſie hörte, wie Juſtus eintrat und gar nicht nach ihr fragte, ſondern mit einer lieblich und ſchoͤn klingenden Stimme begann:darf ich ein wenig mit Dir allein plaudern, liebe Evelyn? worauf Eve⸗ lyn antwortete:Ach ja, ſehr gerne... Aber Du ſiehſt ſo krank und verändert aus, daß Du mich beinahe er⸗ ſchreckſt!

Mein Gott, mein Gott! ſtammelte Conſtance und preßte die Stirn gegen die gefalteten Hände,habe ich nicht bald genug gebüßt?.... welche Pein kann noch größer ſein als dieſe?... O, ſie iſt groß genug, um eine tauſendmal größere Schuld zu bezahlen als die mei⸗ nige iſt!... Sie verſchwinden... er geht mit ihr hin⸗ ein, und dort in der Sternkammer wollen ſie ihren Bund abſchließen... während ich, mein Erloͤſer, im Staube zu Deinen Füßen krieche und mein Herz zerfleiſchen laſſe..

meren, ſeine S