Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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und dem Herrn nahte, ſo war es ihr, als ob eine Stimme von oben zu ihrem Herzen redete und ſagte:Noch iſt Deine Hoffnung nicht verloren, noch kannſt Du es wagen, mir Deine Seele zu bieten, und eben durch Dein Opfer iſt Dein Buſen rein für Deinen Gatten: er wird Dir einen Platz an ſeiner Bruſt ſchenken und Dich ſchützen, wenn Dein ſtolzes Herz ſich vor ihm beugt wie vor mir!

In dieſem Augenblicke öffnete Leonard die Thür.

Ich weiß alles alles! Er hat es geſtanden, aber er hat mir auch geſagt, daß Du ſtark biſt und rein wie das Licht des Himmels!

Er hat Dir alles geſagt? Leonard wollte ſie aufheben; doch ſie fragte mit brennendem Eifer:Hat er Dir gar nichts verborgen?

Ich hoffe zu Gott, daß er das nicht gethan hat: er ſchwur bei ſeinem prieſterlichen Amt, bei der Liebe un⸗ ſerer Mutter, daß Du rein, frei von Schuld biſt.

Aber, ſtotterte Conſtance mit geſenktem Blick,ſeine Lippen haben heute, doch heute zum erſten Male, die mei⸗ nigen berührt!

Auch das hat er mir geſagt!

O, geprieſen ſei Gotk, daß er ſo die Wahrheit liebtel der Herr wird ihn nicht verlaſſen in ſeinem Kampfe!

Und auch Dich nicht in dem Deinigen!... Komm an mein Herz, Du armes, unglückliches Weib, und weine aus!... Doch vielleicht iſt es Dir beſſer, Dein Haupt an den härteſten Stein zu legen?

Haſt Du ihm Deine Hand zur Verſoͤhnung ge⸗ reicht?

Wir haben Bruſt an Bruſt geruht!

Ich danke Dir, o Gott, ich lobe und preiſe Dich! Und auch Dir danke ich, Du Edelſter unter den Men⸗ ſchen! So wie in dieſem Augenblicke habe ich Deinen Werth noch nie erkannt. Schließe mich in Deine Armel und bewahre mich: meine Seele fühlt ſich wieder auf dem

Wege, de reinige reinige gebrannt

warmen In langer herab.