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kann er nicht, denn nichts überſteigt die Qualen, welche ich leide; aber ich leide ſie willig und gerne um Deinet⸗ willen, mein Meiſter! Um Deinetwillen trat ich in dieſe Ehe... um Deinetwillen will ich auch geduldig ſein und mein Kreuz tragen, bis ich die Krone erworben und dieſe Ehe in eine glückliche, Dir wohlgefällige Ehe um⸗ gewandelt habe!“
Sie ging hinein... An der Seite der gedanken⸗ vollen Hausmutter wollen wir dieſe kleine Wohnung durch⸗ wandern. Sie beſtand aus vier ſchönen, freundlichen Zimmern, einem Saale, einem Arbeitszimmer, einem Schlafzimmer und einem kleinen Seitenzimmer, welches zwar nicht den Namen Beſuchzimmer führte, weil man keines ſolchen noͤthig hatte, aber ihm doch entſprach, da es die beſten Möbeln im ganzen Hauſe enthielt. Weil die Tapeten, über welche Leonard nicht wenig ſtolz war, mit Sternen, weißen, ſilberblanken Sternen auf blauem Grunde gemalt waren, hieß daſſelbe die„Sternkammer;“ und die einzige„eitle“ Arbeit, welche Conſtance ſeit ihrer Hochzeit vorgehabt hatte, war die, daß ſie zu ihrem Ver⸗ gnügen die Gardinen dieſes Zimmers mit Sternen aus⸗ geſtickt, und es auch übrigens immer mit öfterer und größerer Sorgfalt als die übrigen behandelt hatte— eine Vorliebe, die ihren Grund ohne Zweifel darin hatte, daß die Sternkammer ein paar werthvolle Andenken in ſich ſchloß und daß ſie dort ſaß, wenn ſie die Miſſionszeitung las, und das war eine Lektüre, welche die der Bibel bei⸗ nahe aufwog, ja dieſelbe vielleicht ſogar übertraf.
Doch nicht wollte Conſtance jetzt dieſer Seelenſpeiſe genießen— ſie hatte ſich ſogar das Verbot auferlegt, heute nicht daran zu denken, ja ſie hatte, ſonderbar genug, ihren Gedanken verboten, heute bei einem gewiſſen Miſ⸗ ſionär zu verweilen, welches letztere beweiſen dürfte, daß ſie die Nothwendigkeit dieſes Verbotes fühlte. Aber weit entfernt, es auf dieſe Weiſe zu verſtehen, war es ihre Meinung, dieſes Andenken als Belohnung zu Gute zu


