Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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freundliche wilde Veilchen erblickte, welche geſchützt an ihrem Platze ſich nicht vor der Geſellſchaft der Diſteln und Schlingpflanzen geſcheut hatten. 5

Leonard ſchritt in dieſer frühen Stunde durch das Thal, um nach ſeinen Arbeitsleuten zu ſehen; doch ging er nicht ſingend, wie er oft zu thun pflegte, ſondern er betrachtete gedankenvoll, wie die Thauperlen in dem zar⸗ ten Graſe blinkten. Wider ſeinen Willen und trotz dem, daß Conſtance heute Morgen ihn mit wirklicher Herzlich⸗ keit gehindert hatte, eher hinaus zu gehen, als bis er ſei⸗ nen Kaffee getrunken hatte, konnte Leonard dennoch nicht

umhin, an die kalte, unfreundliche Bewegung zu denken, mit welcher ſeine Frau geſtern Abend da er ſo froh

und glücklich für ſie arbeiten und um ihr noch mehr zu gefallen von dem Appetitſchnaps abſtehen wollte ſich der Liebkoſung ſeines Armes entzogen hatte. Es war

wohl nachher wieder gut geworden, aber es war doch

nicht ſo ganz gut, das fühlte Leonard in ſeinem warmen Herzen, welches ſo gern überzeugt ſein wollte, daß es bei ihr, die ihn ihren Gatten nannte, einigen Werth hatte.

danken ſam, ſo 1

eigene h

Zum erſten Male ſeit ſeinem Eintritt in den Eheſtand begann erinnerte er ſich der ermahnenden Worte ſein es Bruders, ſeines e daß ein gottesfürchtiges Weib weder ſpielende Schmei⸗ immer cheleien noch kindiſche Fröhlichkeit liebt. Er dachte auch daran, daß Juſtus ein Mißtrauen geäußert hatte, ob Con⸗ ſtance wohl paſſend ſein koͤnnte, ſeine Geſellſchafterin zu In ſein; doch die Richtigkeit dieſes Mißtrauens zu erkennen, arbeitſat das kam ihm glücklicher Weiſe nicht in den Sinn.Ju⸗ fange il ſtus irrte ſich, ſagte er in ſeinen Gedanken zu ſich ſelbſt; wecken

ſie macht mich gewiß glücklich, ja, das thut ſie, obgleich, Bitten; verſteht ſich, ich doch noch weit glücklicher ſein koͤnnte, zeigen, wenn er nicht in dem erſten Punkte Recht gehabt hätte. und we Ihr Ernſt, ihre Strenge im Leben und in den Grund⸗ turfriſch fätzen, und das garſtige Weſen macht mir bisweilen Ver⸗ ging do druß doch gibt es wohl einen einzigen Menſchen auf ſ ni

noch der

Erden, der vollkommen glücklich iſt? O nein, davon kann

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