Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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eine Heidin zu ſein, hatte ſie einen großen Beutel, welcher, wie ich ſah, als ich ihn in Annika's Wohnung trug, ganz voll war mit lauter kleinen Bibeln und geiſtlichen Schriften.

Ach, was konnte das für eine geſegnete Wanderin ſein? Sie war nicht aus dieſer Gegend?

Nein, ſie war, wie ſie ſagte, von weit hergekommen und hatte einen ſchweren Weg gehabt. Ihre Beſchäfti⸗ gung iſt übrigens immer umherzugeheu und geiſtliche Bü⸗ cher zu verkaufen; jetzt aber war ſie aus den Bergen in die Heide gerathen und war immer weiter gegangen, ohne eine menſchliche Wohnung anzutreffen, und hatte be⸗ ſchloſſen, die Nacht unter dem Baume zuzubringen, wenn ich nicht gekommen wäre und ſie in Annika's Hütte ge⸗ bracht hätte.

Gott lohne Dich dafür ja, er lohnt Dir gewiß das Gute, welches Du wenigſtens willſt!... Aber ich mf morgen früh hin, ehe die Fremde ſich hinweg be⸗ g t..

Das brauchſt Du nicht; ſobald ſie ausgeruht hat, kommt ſie morgen hieher; ſie ſcheint nicht. die Abſicht zu haben, unſere Gegend ſobald wieder zu verlaſſen.

Gott ſei gelobt!... Aber jetzt iſt es Zeit, an unſere Abendandacht zu denken! Conſtance nahm von der Commode nicht allein die Bibel, ſondern auch ein Buch mit Betrachtungen und ein anderes mit Morgen⸗ und Abendgebeten.

Ach, Herr Gott! wollen wir ſchon wieder leſen?

Mein Beſter!

Vergib, vergib! Ich meinte aber, es war ſo ſchön, und angenehm, hier vertraulich zu ſitzen und zu plaudern. Halten wir nicht Gottesdienſt in unſern Herzen, wenn wir thun, was recht und billig iſt? Wozu ſoll alſo wohl das ewige Leſen dienen 2

Unſere Herzen zu ſtärken und auf dem guten Wege zu erhalten!

Als wenn es Einen nicht eher traurig machte! Ja,