Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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chen auf dieſen kleinen Schemel, den ich Dir wohl bald ma⸗ len muß oder vielleicht willſt Du ihn lieber gebeizt haben?

Beides wird gut.

Ja, aber Du mußt mir ſagen, was Du am liebſten willſt!

So beize ihn denn!

Ach, Du biſt allzu gut: Du wußteſt, daß ich keine Farben im Hauſe habe; beizen aber kann ich zu jeder Zeit; und obgleich ich heute Abend Deine Winde fertig zu machen dachte, ſo kann ich eben ſo gut mit dem Schemel anfangen Du kannſt ſtatt deſſen meine kleine Schatulle bekommen!

Fange noch nichts an, beſter Leonard: das Eſſen kommt ſogleich!

Es iſt willkommen, denn ich habe heute tüchtig ge⸗ arbeitet und ich weiß wohl, was ich eben ſo gut brauchen koͤnnte, als das Eſſen!

Aber....

Nun, nun, werde nur nicht gleich unruhig! Du weißt wohl, daß ich nicht einmal ſo viel haben will, wie einen Appetitſchnapps, wenn Du es nicht gerne ſiehſt ich ſagte nur, daß ich ihn brauchen könnte.

Du thuſt ja immer was Dir beliebt!

Ja, die Katze auch! Aber man hat auch ein kleines ſüßes und hübſches Weibchen nicht für nichts und wieder nichts! Und Leonard legte von Neuem den Arm um Conſtance's Leib.

Du darfſt dieſe bedeutungsloſen Worte nicht ſo oft auf den Lippen haben, und nicht immer ſo... Sie ſchwieg, machte aber eine Bewegung mit dem Körper, ſo daß Leonard's Arm hinabglitt.

Ohne ein Wort, doch nicht ohne einen halbunterdrück⸗ ten Seufzer zog Leonard ſich zurück. Man darf vielleicht nicht ſagen, daß eine Wolke ſeine offene Stirn bedeckte; doch ging wenigſtens ein Schatten über dieſelbe.