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Die Wahl zu der erledigten Comminiſtratur war geſchehen, und trotz des Einfluſſes des Oberpfarrers hatten Grave's Intriguen dieſen durchgeholfen: er war nicht nur ernannt, ſondern es war ihm auch gelungen, alles ſo ein⸗ zurichten, daß er ſein Amt gleich antreten konnte.
Doch nicht von Grave und ſeiner einſamen Amts⸗ wohnung im Walde haben wir jetzt zu erzählen, ſondern wir wollen die Neuvermählten beſuchen— wir wollen in Leonard's Gute einſprechen.
An dem öſtlichen Ufer des Bullar⸗Sees, zwiſchen einigen jähen Anhöhen und in einem von dieſen zauberiſch ſchoͤnen Thälern, deren oben Erwähnung geſchehen iſt, lag Trollhatten*). Zufolge der Sage hatte der Hof dieſen Namen durch den erwähnten Prinzen auf dem Trollſlott erhalten, welcher nämlich an einem Abende, da er von dem See kam und hier landete, um ſich nach Hauſe zu begeben, ſo erzürnt darüber geweſen ſein ſoll, hier den Geſang des Nirx zu hören und zu betrachten, wie dieſer ſelbſt ſich in dem Strome ſchaukelte, welcher von dem See ſich durch das Thal ſchlängelt, daß er ſeinen Hut abnahm und ihn dem Nirx in das Geſicht warf. Darum heißt es auch, daß der Nix an dunkeln und ſtürmiſchen Abenden jammert, weil er den Hut des Zauberprinzen nicht los werden kann, der ihn am Sehen hindert; an ſchönen und ſtillen Abenden dagegen ſchaukelt derſelbe neben ihm ganz ſo wie ein kleines Fahrzeug. Vermuthlich hat auch dieſe Tradirion dem Thale ſeinen Namen Nirenthal gegeben.
Trollhatten beſaß ein Wohnhaus, welches für ſeine Lage in Bullaren— wo vielleicht noch heutiges Tages zwei oder drei Standesperſonen wohnen— nicht ganz ohne ſeine kleine Pracht war. Das Haus hatte zwar nicht mehr als ein Stockwerk, aber in der Mitte eine
*) Das heißt:„der Zauberhut;“ die Endung en iſt der beſtimmte Artikel. Anm. des Ueberſ.


