Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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von Naſverſtad. Merkwürdig iſt, daß dieſes Meerthier ſich nicht öfter ſehen läßt, als wenn traurige Ereigniſſe im Kirchſpiele eintreffen; doch thut es keinem Menſchen ſchaden.

Aber der verſteckte Bullar⸗See hat nicht allein ſeine Wunder des Aberglaubens, ſondern auch ſeine geſchicht⸗ lichen Sagenerinnerungen, wie z. B. den ſogenannten Schloßberg, welcher mit nackten, ſenkrechten Wänden in das Gewäſſer hinabſtürzt, und auf deſſen Höhe man die Ruinen des berühmten Olsborg antrifft, von welcher noch nach Jahrhunderten die Tradition das Andenken an den Weihnachtsabend des Jahres 1502 auf den Lippen des Volkes bewahrt, da der Schloßherr bei dem unerwar⸗ teten und ploͤtzlichen Angriffe des norwegiſchen Befehls⸗ habers Otto Rudmit einer Partie in weißen Hemden, zwar in dieſem Allarm auf einen Thurm retirirte und ſich mit Steinen vertheidigte ſo lange er konnte, ſich aber zuletzt doch ergeben mußte.

In dem Innern des Waldes in der wilden Gebirgs⸗ gegend gibt es einen andern Ueberreſt aus dem Alterthume, Trollſlott(das Zauberſchloß) genannt, ein an allen Seiten ſteiler, mit einer ziemlich hohen Mauer bekränzter Felſen, über deſſen Gebiet ehemals ein Prinz geherrſcht haben ſoll. Die Sagen von den Thaten dieſes Prinzen ſind verwebt mit einer verworrenen Tradition von einer großen Seeſchlacht, welche in uralten Zeiten auf dem Bullar⸗ See geliefert worden ſein ſoll, und über welche die armen Bullinger um ſo mehr Urſache haben ſtolz zu ſein, als ſie außer ihren Bergen und Sagen gar nichts beſitzen. Jetzt fahren auf dem Bullar⸗See nur ein einzelnes Boot oder auch bisweilen ein Prahm, der eine Partie Bretter oder Balken mit ſich im Schlepptau führt und langſam an den pittoresken Geſtaden hingleitst.

Vor etwas mehr als zwei Decennien war nicht nur dieſe ſchauerlich ſchöne Landſchaft ſelbſt von welcher ein neuerer Verfaſſer ſagt, daß ſiedie Einbildung des