Teil eines Werkes 
Band 7, 2. Theil, 7.-12. Bändchen (1848)
Entstehung
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ſchmähte ſie beide.... Man kann ja doch nicht um⸗ hin, wenn man fragt: warum?

Wie Du ſagſt, gute Antonette, man kann nicht umhin ſo zu fragen! Es iſt eigentlich recht traurig, daß ein junges Mädchen zu einem Warum Anlaß gibt; nachdem ſie es aber gethan, und nachdem ſie während ihres ganzen Brautſtandes ausgeſehen hat, als läge ſie ganz in Eis, ſo... Nun, nun, wir wollen nicht richten; doch ich rufe Gott zum Zeugen, daß ich die arme Frau Waller bedauere; ſie hat ihre bitteren Thränen über die Partie geweint; es wurde ihr ſchwer, zu ſehen, daß ein geliebtes Kind ſich ſelbſt unglücklich machte... Doch ſieh! dort haben wir die Schwie⸗ germutter! Man ſieht es ihr an, daß ſie einmal Frei⸗ herrin und eine vornehme Dame geweſen iſt; ihre Ge⸗ ſichtssüüge ſind ſchön und erinnern an den Erzengel. Nun weiß ich keine Gäſte mehr, auf die man zu warten brauchte, und ſo wird denn die Trauung wohl gleich beginnen!

Ja, ſie ſieht wirklich vornehm aus, beſonders neben der Frau Waller, dem guten Schäfchen, das nicht viel Weſen von ſich macht; doch auch ſie hat keine recht frohe Miene an dem Ehrentage der Tochter... Aha! ſie bedauert, daß der Magiſter nicht kam und der Frau Carleborg zittert die Hand ein wenig, da ſie die Theetaſſe nimmt. Das iſt ganz natürlich, denn wie die Simmerman mir berichtet hat, glauben ſie, daß er un⸗ terwegs krank geworden iſt.

Unkraut vergeht nicht!... Doch was iſt das dort bei der Thür für ein Gelaufe und Geflüſter? Warum kommt der eine Marſchall ſo zu den beiden Müttern angeſegelt, wenn nicht mit einer Neuigkeit? Wir werden ſehen, daß dieß etwas bedeutet!

Und es bedeutete wirklich etwas; denn ehe eine Minute verfloſſen war, ſo ging es wie ein Lauffeuer von Mund zu Munde:die Trauung wird eine halbe

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