Teil eines Werkes 
Band 7, 2. Theil, 7.-12. Bändchen (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

öherem

ten wol⸗ Hand an lüſſel an m leiſen b es ein n ſollte. azchen?

der...

während ſei Du r Segen er auch in Herz in dieſer

re ganze

433

Leonard verſchwand. Sobald Conſtance wieder allein war, ſtürzte ſte von Neuem auf ihre Knie; dumpfe Seufzer rangen ſich aus ihrer Bruſt, indem ſie mit leiſer Stimme das eine Gebet nach dem andern ſprach.O Herr, erbarme Dich über mich Sünderin! Welche wilden Schmerzen drängen ſich in mein Innerſtes warum verläſſet mich die heiligende Kraft Deines Geiſtes? warum verbirgſt Du vor mir Dein Antlitz? Vater, Erlöſer, Erretter! hörſt Du mich nicht?... Nein, nein, Du hörſt mich nicht! Du wälzeſt nicht die Laſt hinweg, Du ſagſt mir nicht, was es iſt! Es wird doch Deinem herrlichſten Jünger nichts Böſes widerfahren ſein?. Nein, Deine Engel bewachen ihn er iſt nur aufgehalten worden... ja, aufgehalten!. Doch ſollte er wie⸗ der über Oernwik gereiſ't ſein ſollte er..2. mein Herr und Meiſter, beſänftige Du dieſe grauſamen, bittern Qualen! Gehöoͤren ſie dem Hochzeittage an oder bin ich es allein, welche ſte empfindet? Warum aber empfinde ich ſie? Ich wandere ja auf Deinen Wegen ich will ſtets auf Deinen Wegen wandern ich will den Mann, mit welchem ich mein irdiſches Schickſal vereinige, Dir zuführen! O ſeliger Gedanke: eine Seele von mir für Dich gerettet... für Dich!

Conſtance! die Uhr iſt zehn Minuten über ſechs: Du mußt Dich anziehen, mein liebes Kind! die Braut⸗ jungfern kommen bald, und da Du ihre Hülfe abge⸗ ſchlagen haſt, ſo mußt Du wenigſtens zeigen, daß Du ohne ſie gekleidet werden kannſt Jungfer Lina iſt draußen!

Laß ſie hereinkommen, liebe Mutter! antwortete Conſtance, indem ſie ſich erhob und mit feſten Schritten auf das Bett zuging, von welchem ſie die weiße Ser⸗ viette hinwegnahm.

Unter derſelben lag der Brautanzug. Conſtance nahm die Krone in ihre Hände, betrachtete ſie lange,

Eine Nacht am Bullarſee, U. 28

1