Teil eines Werkes 
Band 7, 2. Theil, 7.-12. Bändchen (1848)
Entstehung
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und Frau Hedwig bewohnte, welche letztere in der ſichern Hoffnung, ihren Juſtus zu treffen, mit ihrem lieben Stiefſohne nach**r gekommen war.

Frau Hedwig ſaß ſtill und betrübt in der Ecke des

Sofas. Es that ihr weh, daß ſie an Leonard's Ehren⸗ tage nicht froh ſein konnte; doch außer der unausſprech⸗ lichen Angſt um Juſtus welcher ſchon am geſtrigen Mittage hätte ankommen ſollen und noch jetzt, drei Stunden vor der Trauung, nichts von ſich hatte hören laſſen außer dieſer Angſt war noch mehr vorhanden, was Frau Hedwig's Gemüth drückte, und das war, nachdem ſie Conſtancen nun zum zweiten Male geſehen hatte, die Ungewißheit, ob ihr Leonard durch dieſe CEhe wohl wirklich glücklich werden würde. Wenigſtens ver⸗ ſprach die Hochzeit, wenn man nach den Ausſichten ur⸗

theilen wollte, nicht beſonders fröhlich zu werden; und

was den ſo oft verſprochenen Tanz an Leonard's Eh⸗ rentage betrifft, ſo war derſelbe gänzlich eingezogen worden gewiß nicht von Leonard ſelbſt, denn et hätte von Herzen gern ein Tänzchen gemacht und mit dem größten Vergnügen geſehen, daß die Gaͤſte ſich fröhlich um ihn her bewegt hätten; doch hatte Con⸗ ſtance trotz ſeiner dringenden Vorſtellungen ihm ſeinen Wunſch nicht gewähren wollen. Sie hatte erklärt, eine Hochzeit wäre etwas allzu Ernſtes und Wichtiges, als daß man dabei eine ſo leichtſinnige Zerſtreuung wie Tanz vornehmen dürfte.

Aber ſo ſage doch etwas, Mütterchen! ſage doch nur ein Wörtchen! fuhr Leonard etwas ungeduldig fort, als Frau Hedwig ſchwieg.

Was ſoll ich ſagen, mein Kind, das ich nicht ſchon geſagt habe? Nachdem mein Herz voll Bewe⸗ gungen zwiſchen Furcht und Hoffnung, Freude und Un⸗ ruhe ausgeſtanden hat, iſt nun ſeit geſtern Mittag, da er hier ſein ſollte, die peinigendſte Unruhe mein Loos

geworden. Vergebens frage ich mich: Was kann ihn

geweſen, es bleibt Juſtus d Ja zu verſpr vikariren und dahe zu wünſche ſprechen; Haſ ſehen? Nei Die Das zählte, ſi ſein und ſte bis da

Leonards