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den Tagen des armen Mannes Troſt und Frieden ver⸗ leihen konnte. Und ſo rührend, ſo kraftvoll und warm waren ſeine Beweiſe für den Satz: was wir einmal mit freiem Willen beſchloſſen haben, das köͤnnen wir auch tragen; ſo innig, ſanft und wohlwollend waren ſeine Aufforderungen, die Kraft nicht weichen zu laſſen, daß Löwe mit aufgerichtetem Haupte ſagte:„Gott ſelbſt hat Sie in unſer Haus geſchickt, Herr Magiſter! Max beſitzt vielen Verſtand, viele Güte und viele Ge⸗ duld— doch ſo kann er nicht reden!“
Max und Juſtus, die an dieſem Abende„Brüder geworden waren,“ gaben einander einen warmen Hand⸗ ſchlag.„Wann,“ fragte Max,„ſehen wir Dich wieder? Mein Herz iſt ſo voller Vertrauen, daß ich ſage: ſieh Oernwik als eine Heimath an!“
„Wenn ich von meiner erſten Miſſionsreiſe zurückkehre, ehe ich die zweite antrete, will ich an Deinem Herde Ruhe ſuchen und mich an dem Glanze der Blicke Dei⸗ ner Evelyn ſonnen!“
Achtunddreißigſtes Kapitel.
„Noch gebe ich die Hoffnung nicht ganz verloren; aber, der Henker, wir ſind am Ende gezwungen, ihr um drei Stunden gute Nacht zu ſagen— das ſind wir, meine liebe, gute, ſüße Mutter!— wenn er ſich bis dahin nicht einzufinden beliebt, der Schelm!“
Wir brauchen wohl kaum zu erwähnen, daß Leonard dieſe Worte zu ſeiner Mutter ſagte, und er hatte eben daſſelbe wohl wenigſtens zwanzigmal geſagt, wäh⸗ rend er zwiſchen der Wohnung ſeiner künftigen Schwie⸗ germutter und den Zimmern ſchräge gegenüber, die er
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