Teil eines Werkes 
Band 7, 2. Theil, 7.-12. Bändchen (1848)
Entstehung
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zu geben, daß ſte müde war.

Nun, was ſagſt Du, Charlotte?

Gar nichts, Ihro Gnaden!

Es iſt doch achtungswerth, ſollte ich meinen, in ſeinen Grundſätzen feſt zu ſein!

Befehlen Ihro Gnaden Ihre Chokolade?

Juſtus hatte Abſchied genommen von Evelyn, ei⸗ nen ſchönen, ruhigen, milden Abſchied; aber er hatte es nicht gewagt, ſeinem Wunſche gemäß den Kuß zu begehren, den ihre Lippen auf ſeine Stirn drücken ſoll⸗ ten. Es war ja genug mit demjenigen, was ſie ihm in dem kleinen Zimmer geſagt hatte:Ach ja, ich wollte, daß Dein Geiſt dieſe kleine Wohnung umſchwe⸗ ben ſollte, denn dann wird auch Gottes Geiſt und der Geiſt deſſen, welchen Du den Meiſter nennſt, hier ſein! Ja, dieſe Worte waren hinreichend; in dieſem ſchönen Glauben hatte ſie ihr heiligſtes Verkrauen, ihre heiligſte Ueberzeugung ausgedrückt ſie, der reine Engel, ſah ihn Gott nahe ſtehen.

In dieſer Nacht ſchlief Juſtus ſeit langer Zeit zum erſten Mal wieder einen ruhigen Schlaf, welcher durch keine wilden, verwirrten Träume geſtort wurde; Evelyn und ſeine Mutter ſaßen bei ihm, Judith's Macht war vernichtet ach, es war eine ſchöne, eine himmliſche Ruhe! Er wünſchte beim Erwachen, daß dieſer Schlaf wochenlang gedauert hätte. Doch ſein vergeblicher Wunſch diente zu nichts: er mußte hinweg, weit hinweg von dieſer reinen und glücklichen Wohnung zu neuen Käm⸗ pfen, zu neuen Siegen.

Die Unterredung mit dem Conſul war lang, und nachdem Juſtus erfahren hatte, wie geringe die Hoff⸗ nung des Conſuls war, ſeine Lieblingsidee erfüllt zu ſehen, bemühte er ſich, einen Geiſt zu erwecken, welcher

Schweigen oder einen halben Widerſpruch zu erkennen

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dahin 1