Teil eines Werkes 
Band 7, 2. Theil, 7.-12. Bändchen (1848)
Entstehung
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Auch das nicht, da er bei Deinem Schwiegerſohne zu Gaſte iſt und nicht bei Dir... doch gleichviel ich komme wirklich durch Deinen Eigenſinn in Schweiß, David! Charlotte, gib mir die kühlende Limonade! gleichviel, ſage ich, er muß aber doch wohl durch Blicke ſein Bedauern, ſeine Surpriſe verrathen haben?

Er ſagte nur, er bedauerte, daß er nicht die Ehre haben dürfte, Dir ſein Compliment zu machen.

So leger mir ſein Compliment zu machen es ſchickt ſich gewiß für ihn, einen armen Adjunkten, ſich ſo unehrerbietig über ſeine ehemalige Prinzipalin zu äußern! Doch ich verachte den Kerl, ich verachte ihn vollkommen, und hoffe, auch Evelyn wird ihre Würde als meine Tochter aufrecht zu halten gewußt haben, daß ſie ihm eine gebührende Kaͤlte gezeigt hat!

O, Evelyn iſt ja ein Kind warum willſt Du Dich auf ſie verlaſſen!

Keine Sarkasmen, keine Piquen, oder ich ziehe nie hinweg hoͤrſt Du, David! beſtimmt niemals!

Nun, nun, Nelly, komm endlich zu Dir ſelbſt! ich bin wirklich unzufrieden mit Dir! Ich wäre gar nicht heruntergekommen, wenn ich nicht glaubte, Du wäreſt beſſer... ja, wirklich, ich glaubte, Du wäreſt wieder ſo vernünftig geworden, daß Du den Magiſter auf einen Augenblick ſehen wollteſt!

Ich? nein, nie!... Sage ihm, ich verſtände ſehr wohl, daß dieſe Geſandtſchaft von ihm käme; ſage ihm aber auch, ich wäre eine allzu aufgeklärte Dame, um eine Leſerin zu werden; an mir wäͤren ſeine ver⸗ rückten Phraſen verloren!... Geh, David! ich bin ſo matt, und bedarf der Einſamkeit!

Der ehrliche Conſul, welcher ſeine Hoffnung in Rauch aufgehen ſah, ging ſtill und geduldig ſeines Weges.

Was iſt Deine Meinung, Charlotte? Glaubſt Du nicht, daß ſein Hochmuth eine tüchtige Niederlage erleidet, wenn er ſich von derjenigen Perſon zurückge⸗