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Sichtbar beläſtigt, ſtand Conſtance auf unter dem Vorwande, mit einigen andern Gäſten reden zu wollen. „Ich hoffe,“ ſagte ſte mit hörbarer Verſtimmtheit,„der Abend wird lang genug ſein, um jedem, der es wünſcht, einen Tanz zu geſtatten!“
Es lag etwas ſo Kaltes und Zurückweiſendes in ihrem ganzen Weſen, daß das fröhliche Geſchwätz ſchwieg; und da jeder der vier Nebenbuhler ſich auf gleiche Weiſe zurückgeſetzt fühlte, ſo nahm auch jeder von ihnen eine Miene von verletzter Würde an, und begnügte ſich— da er ſeinen Verdruß über den Gegenſtand ihrer ge⸗ meinſamen Anbetung nicht ausſprechen konnte— den Andern die angenehmſten Sticheleien zu ſagen.
Bei der erſten Quadrille war Leonard bei der Hand, als hätte ſein Recht ſich von ſelbſt verſtanden. Conſtance reichte ihm ihre Hand, und Leonard(welcher wirklich mit ſeinem ganzen warmen Herzen liebte) fühlte kaum noch, daß er auf Erden lebte, als er vor den Augen ſämmtlicher Nebenbuhler die beſtrittene Conſtance an den beſtimmten Platz führte.
Während der erſten Pauſe im Tanze war Leonard etwas linkiſch und dachte darüber nach, wie viel leichter es wäre, nicht dumm und ängſtlich zu erſcheinen, wenn man Zeugen ſeiner Geſpraͤchigkeit hat, als wenn man ſich mitten im Geſellſchaftsgewimmel gewiſſer Maßen mit der Erkohrnen ſeines Herzens allein befindet.
Endlich in der zweiten Pauſe hatte er wenigſtens 3 viel Muth, daß er mit einer Frage hervorkommen onnte:
„Mademoiſelle Waller! beſuchen Sie noch bisweilen die Hütte des Nicke Mattsſon?“
Eine leichte Röthe färbte Conſtance's Wange, und nachdem ſie Leonard's Geſicht einige Augenblicke ſcharf firirt hatte, dort aber nichts anders las, als ſeine herz⸗ liche Theilnahme für die Familie, in welcher er ſie kennen gelernt hatte, ſo antwortete ſie ausweichend: „Ich bin nicht gewohnt, über die Beſuche, welche ich
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