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Conſtance; und man konnte ſagen, daß wenigſtens die Ahnung von einem Lächeln ſich auf ihrem Antlitze ab⸗ ſpiegelte.
Schon das war hinreichend, bei den andern Neben⸗ buhlern Eiferſucht zu erwecken, und dieſe wuchs eben ſo ſchnell, wie der Rieſe im Märchen, als unſer Leonard mit ſeiner gewöhnlichen Geradheit antwortete:
„Wenn ich vorſchlagen dürfte, ſo ſollte die erſte Frage zuerſt beſeitigt werden, und zwar auf die Art, daß Mademoiſelle Waller, um keinen der beiden Herren zu beleidigen, die das Verſprechen zu dem Walzer erhalten zu haben behaupten, ihn mit keinem von ihnen tanzte, ſondern lieber einem dritten erlaubte, mit der größten Unterwürfigkeit darum anzuhalten.“
„Dieſer Vorſchlag war wirklich nicht übel; und da Herr Sillén ebenfalls die Artigkeit gehabt hat, mich zu dieſem Tanze aufzubieten, ſo nehme ich daher ſein gütiges Anerbieten mit Dank an!“
Leonard machte eine ſo fürchterliche Grimaſſe, daß die Uebrigen nicht anders als lachen konnten.„Gott iſt mein Zeuge,“ ſagte unſer guter Leonard, indem er noch einmal ſeinen Kopf vorreckte,„daß ich meine Mitmen⸗ ſchen liebe; doch ihnen in einem ſolchen Grade an die Hand zu gehen, das iſt noch nie meine Abſicht geweſen. Mademoiſelle Waller hat gewiß die Güte, mir einen Schadenerſatz zuzugeſtehen, und da dieſer nun nicht an⸗ ders als durch die erſte Quadrille gegeben werden kann, ſo erſuche ich Sie um die Erlaubniß, dieſelbe als mein Recht anſehen dürfen.“
„Ich hoffe,“ ſiel der Doctor ein, der es für paſſend erachtete, jetzt ſich ein wenig beleidigt zu zeigen,„daß Du, gute Conſtance, unſer Uebereinkommen nicht ganz vergeſſen wirſt!“
„Und ich hoffe gar nichts mehr,“ ſagte der Lieu⸗ tenant mit einer Miene voll intereſſanter Entſagung, „ich weihe mich künftig der Verzweiflung, bleibe zu Hauſe und ſtudire Goethe's Werther!“


