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thums zu tragen, mich forderſt Du auf, dem Ausbruche Deines Schwindels zu gehorchen? So liebe ich es nicht, Dich zu ſehen— ſo biſt Du weder ein chriſtliches Weib, noch eine Freundin des armen Miſſionärs! Komm zu Dir ſelbſt und bedenke, daß der Menſch alles kann, was er will; bedenke, daß Dir das Vornehmſte, das Seligſte, das Hoͤchſte bleibt: Dein Glaube, der Glaube an Gott, an ſeine unermeßliche Liebe, die Dir nicht allein den Wahnſinn Deiner Liebe verzeihen, ſondern Dich auch Troſt finden laſſen wird, denn niemand, der mühſelig iſt und beladen und ihn ſucht, kehrt ohne Troſt zurück.“
„Vergib, ach, vergib mir... ſei nicht ſo ſtreng! Ich will geduldig ſein, ja, ja, ſehr geduldig; nimmermehr aber werde ich mich tröſten koͤnnen, wenn ich Dich er⸗ zürnt habe!“
„Das kannſt Du nicht mit Deinem Engelweſen! Aber ich muß mit mir ſelbſt unzufrieden ſein, daß ich nicht die rechten Worte finden konnte, um Dich ſtark zu machen. Ich war zu ſtolz, Evelyn, und ſagte in meinem Herzen: „wenn ſie ſieht, daß Du ihr das ganze Vertrauen Deiner Seele ſchenkſt, wenn ſie ſieht, welchem heiligen und hohen Zwecke ſie ihre Liebe opfert, ſo wird ſie ſtark werden und darin ihren Erſatz finden, Deine Freundin, Deine Ver⸗ traute, Dein guter Engel zu werden! Doch ich war zu ſtolz, als ich eine ſolche Macht zu beſitzen vermeinte!“
„Nein, Du warſt nicht zu ſtolz!“ ſagte ſie leiſe und mit rührender Lieblichkeit.„Du darſſt Dich nicht getäuſcht haben: ich will Dein guter Engel ſein, ach ja, Dein guter Engel! Sieh nun ſelbſt.—“ ſie erhob mit einem unbe⸗ ſchreiblich rührenden Ausdrucke ihre Augen zu ihm empor —„ſieh' ich verſuche es wenigſtens, Deiner Erinnerung würdig zu werden!“
„So ſoll es ſein— jetzt bin ich ruhig, jetzt weiß ich, daß Dein Herz mir mit warmen Gebeten, doch nicht mit Klagen folgt! Späterhin, ehe ich hinausreiſe, da ich
alle meine Angelegenheiten geordnet habe, werden wir uns
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