433 ſt Dein von Zeit und Raum begegnen. Was thut's, daß man genthumn, ſich nicht mit den leiblichen Augen ſieht? Nicht dieſe irdi⸗ reden?u ſche Bekleidung iſt ja das, was wir anbeten: ſo ſchön ſie unſchuld, auch ſein mag, ſo zerfällt ſie dennoch mit der Zeit und
ht hätte. wird von ihren Gebrechlichkeiten entſtellt. Wäre es alſo ) meiner nicht verächtlich, wenn man etwas anderes, als die Sinne von dieſer äußern Schönheit wollte berauſchen laſſen, welche doch nie vollkommener iſt, als daß nicht die meiſten großen elyn, ich Kunſtwerke eben ſo ſchön ſein koͤnnen? Schließe Deine Au⸗ ine, die gen, geliebte Evelyn, und ſage mir, ob Du mich darum ein Herz weniger liebſt! Es ſind meine Gedanken, es iſt mein Geiſt will eine was Du liebſt und rein und unwandelbar und ohne Er⸗ elche ſich röthen und ohne Scham ewig lieben wirſt, ſelbſt wenn Du wirſt Du als Gattin Dein Haupt an eines andern Mannes bemühun⸗ Bruſt legſt.“ auch ver⸗„Ich?“ rief Evelyn aus, indem ſie ſchaudernd aus Glücke ge- dem ſchmerzhaft ſeligen Rauſche auffuhr, in welchen er jubelnde ſie verſetzt hatte. und Blut f„Du, Du, Evelyn! wenn Du Muth haſt, das Opfer ,ſegnend zu bringen, ſo ſollſt Du es auch vollſtändig thun. Du für den biſt zu weich, um ohne einen feſten und männlichen Schutz as hoͤchſte zu leben; und überdieß bedarfſt Du, um denken und Dich großen, bewegen zu koͤnnen, einer groͤßeren Freiheit, als Du jetzt en hatte. haſt. Baron Marx iſt ein Mann, der Deiner würdig iſt, Schwaͤr⸗ der einzige, deſſen Armen ich Dich mit Ruhe übergeben kann. Er iſt edel, ſtark, reines Herzens, und hat ein Evelyn! tiefes und ſanftes Gefühl. Wenn Du nicht mit ihm Dein er wird Schickſal verbindeſt, ſo wirſt Du, nachdem ich Dich ver⸗ „welcher laſſen habe— wenn es dazu kommt, daß ich Dich ver⸗ V iner Ge⸗ laſſe,“ beeilte er ſich hinzuzufügen—„unzähligen Aner⸗ für den bietungen ausgeſetzt ſein, mit welchen Deine Eltern Dich Doch iſt peinigen, wenn Du auch aus herzlichem Wohlwollen(denn Sie iſt daß ſie gerne Deine Zukunft geſichert ſähen, iſt natürlich:) ja das⸗ und wo finden wir eine Bürgſchaft, daß irgend einer von ch ja be⸗ allen dieſen Glückſuchern, die ſich um die ſchöne und reiche
Eine Nacht am Bullarſee. I. 28


