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Julia zitterte an allen Gliedern und ſchien nicht zu ſiiſet⸗ ob ſie reden, ſchweigen oder ihre Arbeit fortſetzen ollte.. „Biſt Du noch nicht fertig?— faul wie gewöhn⸗
lich! Aber hinaus mit dem Plunder— Thüren und Fen⸗
ſter auf!... Nun! wird's bald?— willſt Du mich ganz einſtänkern?“
Der Ton, womit er dieſe Worte ausſprach, war kurz, roh und befehlend: er hatte längſt aufgehört, die geringſte Aehnlichkeit mit der verführeriſchen Stimme zu haben, die einſt in Julia's Ohren Liebesphraſen flüſterte,
da ſie noch nicht berechtigt war ſie zu hören.
„Die Kinder..““ ſtotterte Julia hervor.
„Widerſpruch?... allzu ſchön, gnädige Frau— ich kann im Nothfalle meine Befehle ſelbſt ausführen!“ Und einige Augenblicke darauf ſtrömte der Wind von
allen Seiten in das enge Zimmer. Julia hatte ſich hinter den Kamin zurückgezogen.
„Sol mach' nun wieder zu und ſetz' vor, was
Du haſt!.. Wie? ſchon wieder Thränen? nie etwas anderes!— haſt Du nicht gehört, daß ich keine Thränen
—,—
„Ich weine nicht...“—
Nein, nein; aber Du haſt geweint. Und worüber haſt Du denn zu weinen? Laß ſehen, wer am meiſten verloren hat, wenn wir unſre Rechnung mit einander ab⸗
ſchließen! Du bekamſt einen Mann, der, das iſt wohl wahr, nicht mit ſich ſpielen läßt wie Dein„ſüßer Rudolf;“
weggeben wollte, wenn nur jemand ſie haben wollte, die
Ruin mit beigetragen hat. Was glaubſt Du wohl uber⸗ dies, daß es für einen Mann bedeuten ſoll; wenn er in in folches Haus kommt, wie Du es hältſt und gehalter
it dem Augenblicke, da ich Dich nahm? Sieh umher me Dich, daß Dir Dein Mann zeigen ſoll, wie und Unbehaglichkeit uüber den Kopf we
ſehen will?“ 5
ich aber erhielt dagegen eine Frau, die ich gerne umſonſt 4 3 durch ihre Nachläſſigkeit und Untauglichkeit zu meinem 1


