382
ben würde.“*
„Es iſt wahr, mein Ludwig, daß ſolches häͤtte ge⸗ ſchehen können, beſonders da Du ſehr vielen Schönheits⸗ ſinn haſt. Wider Deinen eigenen Willen hätteſt Du viel⸗ leicht Deinen„Engeln“ einigen Vorzug gegeben.“
„Und das Bewußtſein einer ſolchen Ungerechtigkeit hätte mich gewiß ſelbſt dann, wenn Du mit Deiner Her⸗ zensgüte ſie den Leidenden mit einer doppelten Liebe er⸗ ſetzt hätteſt, ſo gepeinigt, daß ich mich mitten in dem Ueberfluſſe des Gluckes nicht glücklich gefühlt hätte.... Aber ſieh dieſe doch einmal an; ſieh, wie ſchön ſie ſind; ſieh, wie die Locken fliegen und die Augen ſtrahlen und die kleinen weißen Händchen den Mars zupfen, weil er den Brudertheil**) nahm! Ach, gewiß gebören ſie zu dem Schönſten, das unſer Herr geſchaffen hat!“
„Mein geliebter Ludwig! wenn ſie das ſind, ſo mußt Du um ſo behutſamer ſein, damit nie ein Wort von die⸗ ſer Bedeutung ihnen naht. Wie früh und wie gerne horchen nicht kleine Mädchen auf den ſchmeichelhaften Ton in den Lobeserhebungen über ihre Schönheit! Ach, Ludwig! laß uns vorſichtig, äußerſt vorſichtig ſein, damit
d di
anvertraut hat. Laß uns gemeinſchaf der groößten Sorgfalt jeden Keim der Eitelkeit ausreißen, der in ihnen liegen kann. Es ſſt die Citelkeit, welche den Leichtſinn erzeugt; und oft, oder unglücklicher Weiſe
Blindheit, ihre unvorſichtige Schmeichelei dasjenige, was den Grund zu dieſem ſchrecklichen Fehler legt, der ſchon das Glück ſo manches liebenden und von Herzen guten,
ſach dem 1841 aufgebobenen ſchwediſchen Erbgeſetze
Lanve, nicht aber in den Städten, die Söhne dop⸗ el als die Töchter. 4 Anm. d. Ue
und zugleich allen Frieden in unſerm Hauſe zerſtört ha⸗
uns nicht dereinſt die ſchwerſte Verantwortlichkeit für die Zukunft und das Glück derjenigen triſſt, die Gott uns ftlich ſchon früh mit
am gewöhnlichſten iſt die eigene Citelkeit der Eltern, ihre
aher ſchwachen Weibes zerſtört hat. Können wir wohl
jemals nur leic
„2 Kinder, und beſ geleitet Wenn ich ſehe Stande zu beſtr regieren lich zur
ich dar im Er Mann Verſtar dernsw er es
ſonſt ſe ſterten, übereilt mir je bisweil ſo hätt feſthalt
dees erſ
weichu geführt


