362 welches Du wie eine Schweſter beſchützteſt. Höre nun
. 5 in ge
aber auch, was ich zu hören gezwungen war!“ daßl Jetzt erzählte Lavinia jeden Umſtand: das Geſpräch, terhin welches ſie in dem Pfarrhofe mit angehört, das Billet, wöhne
welches die Kamrerin Kumlin aus Bosheit zurückgelaſſen hatte, und endlich die unſchuldige Erzählung des ehrli⸗ erröthe chen Feldwebels von den Beſuchen ſeines Herrn in Kullen.
5 Herru in zen Ludwig war erſtaunt, war außer ſich über die hede Schlechtigkeit und Unverſchämtheit der Menſchen. Doch haſt,
wurde alles vergeſſen und in dem Meere der glückſeligen ſehen!
„ Gefühle ertänkt, welche unaufhörlich in ſeine Bruſt dung ſtrömten. 1 „Nein, Du kommſt nicht ſo leicht weg!“ begann La⸗
vinia von Neuem;„ich entſinne mich, daß Du einmal ſelbſt ſagteſt, Du hätteſt daran gedacht, Dich mit Maria wenn Rehnman zu verbinden!“ eine g „Das habe ich geſagt, und eben das ſollte Dich meine
ganz überzeugt haben, daß wenn ich ein ſo großer Schurke meine
hören, verbin 2
geweſen wäre ſie zu verführen, ich ſie doch hernach nicht Halbb würde haben ſitzen laſſen. Doch, meine Geliebte! ent⸗ ihre g ſinnſt Du Dich auch noch deſſen, was ich weiter ſagte? dieſe Ich ſagte: ehe dieſer Vorſatz zur Reife gekommen ſei, mehr wäre ſie ſchon unwürdig geworden, meinen Namen zu mich tragen.“ aicht „Alſo, mein Ludwig! alſo.. 2“ durch „Alſo haſt Du zum erſten Male mich um Verzeihung Ahnu
zu bitten!“ Er ſchlang ſeinen Arm ſo feſt um ſie, als mich wollte er ſie in Ewigkeit nicht wieder los laſſen..
„O nein, ſo weit ſind wir noch nicht gekommen: ich Du
8 5 7 llte meinen, es ſels zuvor noch ührig zu erklären, wa⸗ finden rum Du in jenem Billete Deine t vcht darüber äußer⸗. teſt, ein gewiſſes Verhältniß könnte zu meinen Ohren ge⸗ ben langen?“ AVgorb⸗ „Dazu hatte ich wirklich meine guten Grunde, die unend
ich Dir hernach mittheilen will; nun aber ſollte ich mnei⸗ nen, dir hätten Erklärungen genug gehabt, und künn⸗ ten an etwas Wichtigeres denken.... Nachdem man
theure unſer!


