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wollteſt! Doch außer den Gefühlen, die ſich ſelbſt geben, wird noch etwas mehr erfordert, das... das...“ „Fordere was Du willſt!“ ſagte Ludwig mit Begei⸗ ſterung;„ich kenne keine Gränze für die Aufopferungen, deren ich nicht fähig wäre, wenn Du ſolche verlangſt. Alles, alles— wenn ich nur Deine Liebe behalten darf!“ „So ſetze Dich hier neben mich, mein theurer Lud⸗ wig, und laß uns vexſuchen, ruhig und vernünftig zu ſein. Ich habe Dir noch ein Geſtändniß zu thun.“ „Nein, ſchweig lieber!“ rief er erbleichend aus. „Iſt es der erbärmliche Gotthard, welcher... Ach, ver⸗ gieb!— ich werde immer wahnſinnig, wenn ich an einen andern denke, ſei erslebendig oder todt, der Theil gn Dei⸗ nem Herzen hat!“ „Du wilder Menſch!“ wie ſoll es mir wohl je ge⸗ lingen, Dich zu zähmen! Doch tröſte 9.. hier iſt nicht die Rede von mir, auch nicht von hard— ruhe er im Frieden; ich denke nicht meht an ihn, weder mit Schmerz noch mit Bitterkeit. Meine Gefühle für Dich, für Dich, Ludwig! haben alle andern weggeweht und geebnet; und auch auf Dich bezieht ſich was ich für meine kunftige Ruhs fordere.. Ich verabſcheue die Eiferſucht— und was glaubſt Du wohl— dennoch bin ich ſchon ſelbſt ein Opfer derſeben ge zeſen. Du weißt, daß ich Dir dreimal eine nnerklarliche Launenhaftigkeit gezeigt habe: zuerſt als wir von dem Mittage auf
Pfarrhofe zurückkamen an jenem Abende, da ich Gottetet heard's Brief vor hatte und Du“— fuhr ſie mit geſentes en Blicke fort—„glaubteſt, daß er meine Rührung
hervorgerufen hätte; dann als ich vorgab, ich wäre krank
und damit endigte, daß ich reiſen wollte, und drittens
als Du mir im Frühlinge bei meiner Rückkehr von A—
entgegenkamſt.“*
„Sollte das Alles,“ fragte Ludwig, und ſein Auge blitzte vor Freuden, denn er betrachtete die Sache von einer andern Seite als Lavinia,„ſollte das alles geſchehen
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