eben darum wenig geſellig war, ſo wünſchte er ſich ein Paar Zimmer in einem Hauſe, wo er vor allem Geräu⸗
ſche ſicher ſein und in Ruhe wohnen konnte, ohne auf
irgend eine Weiſe beläſtigt zu werden.
„Da werden gewiß ſehr Viele den Verdienſt haben wollen?“ äußerte Frau Schönberg, die gar nicht begrei⸗ fen konnte, daß der Doctor etwas ſo Vermeſſenes in ſei⸗ nem Sinne hätte, als ihr einen Miethsmann zu ertheilen.
„Ja gewiß können Viele den Verdienſt haben wollen;
aber kein Menſch kehrt ſich daran, zum Beſten des armen
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Barons L— klöſterlich eingezogen zu leben. Und wahr⸗
haftig, ich weiß gar keinen paſſenden Ort für ihn, wenn n erbarmen wollen.
Sie, Frau Schönberg, ſich nicht über ih Er ſieht gar nicht darauf, was es koſtet, denn er iſt reich; und da hier Zimmer und Abgeſchiedenheit genug ſind und ſein Bedienter übrigens derjenige iſt, welcher die Auf⸗ wartung beſorgt, ſo weiß ich nicht, warum ich nicht hof⸗ fen ſollte, meinen künftigen Patienten in ſo gute Hände
zu bekommen!“ Ja, ich weiß ebenfalls kein Hinderniß,“ entgegnete
4„3 die gute alte Frau, welche ſehr viel Vertrauen und ein „Ich habe
wenig Schwaͤche gegen ihren Doctor beſaß. wohl noch nie einen Miether im Hauſe gehabt; da jedoch mein Haus das einzige iſt, welches paßt, ſo mag er hier wohnen. Wir werden uns gegenfeitig nicht beläſtigen.“ „Tauſendmal den verbindlichſten Dank, meine aller⸗ beſte Frau Schönberg! Da ſehen wir die Sache als abgemacht an!! 1 Ein Paar Wochen ſpäter zog der junge Reiſende in ſeine ſtille Wohnung ein; ungewöoͤhnlichen Gelaufe auf Alten, und es verfloßen vier Tage, im Allergeringſten in ihren angene oder Lavinia in ihren Grübeleien über den armen en geſtört wurden. Doch ſi an einem Nachmittage gerade zwiſchen ppielſtunde mieldete der Bediente du
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