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„Ich danke recht ſehr, erwiederte L Lavinia, doch ſo leiſe, daß Rudolf genöthigt war, ſeine Frage zu wieder⸗ holen.
„Meine Frau ſagt, ſie befindet ſich ganz wohl und freuet ſich uͤber das ſchöne Reiſewetter!“ antwortete Lud⸗ wig, indem er mit einigen Umſtänden ſich im Zimmer bewegte, um ſchnell angekleidet t zu werden.
„Ich komme gleich zurück, um Dich abzuholen!“ ſagte Rudolf.
„Vortrefflich!“ meinte der Rittmeiſter indem er⸗ auf ſeine Frau einen ſatiriſch lächelnden Blick warf.„Ich kann alſo meine Retraite dort hinaus nehmen⸗ um nicht Deine Verſe hämtheit zu verletzen, während Du aufſtehſt, liebe L Lavinia!“
iſt gereis„O, das iſt nicht nöthig!“ entgegnete ſie, und ſaß 1 in demſelben Augenblicke vor der Toilette. Sie warf die kleine Spitzenmütze, das ein zige Zei⸗ ne Stimn chen, daß ſie geruht hatte, ab und begann eilfertig ihr reiches ſchönes Haar aufzulöſen, welches bald bis beinahe auf den Fußboden hinab um ſie herflatterte. umgekleid Schweigend betrachtete ſie der Rittmeiſter. rfen. Berlegenheit und Verdruß vereint hatten auf Lavinia's —rgieb!“ feine Wangen die glänzende Corallenfarbe und dem durch⸗ tmeiſter n dringenden Glanze des Auges einige ſcheuen Schatten Verzeihm verliehen. Pfeilgeſchwind flog d der Kamm durch die glän⸗ eutet wel z Wogen; und ſo beſchäftigt war der Ehemann, war, Ha den Bewegungen ſeiner Gattin zu folgen, daß er kaum
zum Hoß
dieſer M örte, als Rudolf zum zweiten Male ſeine Ankunſt zu erkennen gab.
„Rudolf wartet!“ ſagte Lavinia und warf einen
1 nicht unzweideuti gen Blick über den Spidgel auf die Thür
zeiſter,„Ich. d erſtehe! Da es jedoch ohne Zweifel ſowohl
ſt in dieß das erſte ch das letzte liſt, da ich bei Deiner
enſten, Kailette auweſend bin, ſo ſolltef Du es eigentlich mit
eini Sekunden nicht ſo genau nehmen. Du haſt ein
weſterchen augezeichnet ſchönes Haar... Doch lehr wohl auf eine
Ein Jahr E


