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Ein Jahr : Novelle ; fünf Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
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Ge⸗ hnen

Bru⸗ urete ent⸗

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wenigſtens ungeſtört ſagen zu können:Mein Gott, welche Hochzeit, welch ein Brautpaar!

Und doch hatte man über keinen Fehler gegen die Form zu klagen. Der Rittmeiſter redete artig, achtungs⸗ voll, ja faſt zärtlich zu ſeiner Braut; ſie antwortete ihm freundlich, bisweilen ſogar durch ein Lächeln. Aber es ging mit dieſen Worten, dieſem Lächeln, wie mit den Toaſten und dem Wein: es konnte kein Leben hinein⸗ kommen.

Wie ungleich dieſe Hochzeit der Deinigen iſt, liebe Julia! flüſterte eine der oben erwähnten Damen Julien in's Ohr, als man ſich wieder in dem Geſellſchaftszimmer ſammelte.

Ja, das glaube ich wohl, erwiederte die junge Frau mit ihrem gewöhnlichen ſorgloſen Uebermuthe;wir hatten die Sache beſſer angefangen: wir hatten als erſten Gaſt die Liebe eingeladen. Hier dagegen... Aber à propos, meine beſte Louiſe, Du haſt wohl nicht zufallig ein Schnupftuch übrig? Meines habe ich unter den Be⸗ mühungen, mein Gähnen zu verbergen, ganz zerknittert. Gott ſei Lob und Dank, daß ſie morgen früh Sie haben ſich das ſogenannte große Fruhſtück ver das heißt: Keiner darf ſich die Mühe machen, ihnen Gluct zu wuͤnſchen. 3

Ich glaube auch kaum, daß Jemand die Abſicht hat e u thun. Und ich bin überzeugt, daß es beſſer iſt, im Stzuzhn für ſie zu beten.

Damit will ich den Anfang machen, ſobald wir in den Wagen kommen, denn ganz beſtimmt ſchlafe ich dann gleich ein.

Der Kaffee, die Converſation, die Theeſervirung, das Feuer im Ofen alles war ſchläfrig wie Julia. End⸗ lich blintte der Mond am Himmel und gab das Signal zur Rückrelſe

Erſt

Et iam ein wenig Bewegung, ein wenig fröh⸗

in die Leute. Die Damen erhielten Gelegen⸗

heit, unbemerkt ſich die Arme zu druͤcken zu einem Zeichen Carlen Ein Jahr. 2

liches Leben