Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

chſte Gat⸗ nig geliebt auerte und

ee ſie allzu Iu

nicht recht

m geoffnet genug da⸗ den in dem Briefpaquet ) Helgenäs

gte Letsler anzen Ge⸗ er gelegt. bei einem dd die vor⸗ Greis in lnoch ein⸗ ben finden

es, indem Gegenſtand ie Mamſell in gar kein

ich nicht ſo empfinden, , es würde

el Carolus

Carolus⸗ chein geben Ben wollte;

8‿ 8

1 .

da er aber Fanny's jetzige Geſinnung nicht kannte, ſo wollte er ſich nur dieſe kleine Andeutung erlauben.

So dauerte es bis in den Januar hinein. Und nun konnte Georg trotz ſeiner Trauer, ſeines Schmerzes, ſei⸗ nes Wittwerſtandes ſich nicht länger verhehlen, daß die lebende, alte Liebe mit aller Macht jene Liebe verdrängen wollte, deren Gegenſtand weit über die Erde erhöht war.

Er wollte wiederum das Leben, wenn auch nicht roſenroth, ſo doch in andern Farben als ſchwarz und weiß ſehen, er wollte wiederum den leeren Raum im Herzen, in der Seele, im Gemüthe füllen. Und es gab ja nur Eine, die denſelben füllen konnte!

Doch waren wohl ſeine Gefühle jetzt, da die Trauer ſein Herz verheert hatte, ſo feurig, ſo wahr, ſo lebendig warm, daß ſie diejenige befriedigen konnten, welche ſo treu, ſo innig geliebt hatte? 1

Ja, ich glaube wohl, daß ich noch recht warm bin! dachte er, und hatte gleichwohl nicht den Muth, ſich zu geſtehen, wie warm er wirklich war.

Endlich beſchloß er eine Reiſe nach Helgenäs zu machen. Er wollte durch Göteborg reiſen, und wäre er erſt einmal dort, ſo wäre es auch nicht gut möglich, ſich ſo gleichgültig zu zeigen, daß er nicht eine alte Jugend⸗ freundin aufſuchte.

Er trat die Reiſe an.

Doch ſchon nach acht Tagen kam er zurück. Er hatte, wie er ſagte, unterweges die Luſt verloren: die Reiſe nach Helgenäs mußte aufgeſchoben werden.

Carolus erfuhr nie die Urſache dieſer plötzlichen Ver⸗ änderung; doch aus Georg's ſtillen und ernſtem Weſen ahnte er etwas von der Wahrheit.

Unſer Capitain hatte die Geliebte ſeiner Jugend be⸗ ſucht, und ſie in dem Alter von vierundzwanzig Jahren weit ſchöner gefunden, als da ſie fünfzehn war.

Und nicht ohne eine Miſchung von Schmerz und Freude empfand er, wie willig ſein Herz ſich öffnete, um