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die ſo lange Geliebte aufzunehmen. Er erröthete nicht mehr vor Scham darüber, daß es ihr wieder einen Raum geben wollte: jetzt erroͤthete er vor Furcht, daß ſie es
vielleicht nicht einnehmen wollte. 1 enn bedenklich.
Und dieſe Furcht erſchien als mehr d „Das meinige konnte ich nur einmal geben!“ ſtand zwar in dem Briefe; doch trotz dieſer Worte wollte es ihm faſt ſcheinen, als ob ihr Herz ihm jetzt nicht gehörte. Vielleicht war dies dennoch der Fall, obgleich ſie es ver⸗
arg. Als aber Fanny ſah, daß er ſie mit Blicken ſuchte, die nicht zweideutig ſein konnten, und ſie ſich nichts deſto weniger in den Schleier der ruhigſten Freundſchaft hüllte, ſo geſchah dies nicht aus Coquetterie, oder um ſeine wiedererwachten Gefühle zu ſteigern, ſondern um ihn ſo feinfühlend wie möglich verſtehen zu laſſen, falls ſie ihn auch noch liebte, ſie es doch weder vergeſſen wollte noch konnte, daß ſie ſein Herz einmal verloren hatte.
Ach, wie gerne hätte er in ihren Augen dieſe wech⸗ ſelnden Blitze zwiſchen Finſterniß und Licht, zwiſchen Feuer und Eis geſehen, die er einſt in Elvira's Blicken ſchauete! Sie würden ihm gezeigt haben, daß ſie ihn an ſich ziehen, daß ſie ihn ſtrafen wollte, um ihm hernach alles zu geben... Doch Fanny ſchien gar nichts geben
zu wollen— und ein ſolches Spiel mit Gefühlen war in ihrem
ganz gegen ihr Gemüth. Georg kannte Fanny, und in ihren Augen, das zwar ſanft und gut war, aber ch beſtimmt ver⸗
Weſen lag etwas, dennoch offen andeutete, daß ſein Verſu unglücken würde, wenn er ihn wagte. Tief betrübt reiſ'te er zurück.— Jetzt wollte er nicht weiter an ſeinen entſchw en Jugendtraum denken und auch nicht an den neuen. as
Leben lag wieder ſchwer und düſter vor ihm. Aber er mußte dieſen Gefühlen, dieſer neuen Trauer, die ſich faſt


