Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
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liebesreiche Wort, das ſie geredet hatte von den Ueber⸗ raſchungen, von der Freude, die ſie ihrem Gatten zu bereiten beabſichtigt hatte; ja er verſchwieg nicht einmal dasjenige, was in der letzten Nacht vorgefallen war.

Und bei dieſen Mittheilungen, die einzigen, welche

einiges Feuer in Georg's, von Traurigkeit abgeſpannte Lebensgeiſter bringen konnten, verging ein Tag nach dem andern, eine Woche nach der andern.

Endlich kam der Frühling. Da ſchlürfte der junge Seemann den erſten Athemzug ein, der von Leben redete.

Er wollte ſich in Thätigkeit ſetzen, nicht um zu vergeſſen— o nein, die Erinnerung war ja ſein höchſter, ſein theuerſter, ſein einziger Schatz— ſondern um ſich gegen den Geiſt der Weichlichkeit und der Muthloſigkeit zu ſchützen, der ſein ganzes Weſen ergriffen und ihm eine Welt überdrüſſig gemacht hatte, die ihm ſo vieles ſchenkte, um es eben ſo plötzlich wieder zurück zu nehmen. 4

Nur ein Paar Tropfen Troſt waren in den über⸗ füllten Trauerbecher dieſes Winters gefallen, nämlich die Freudenthränen und Segenswünſche der unglücklichen Ma⸗ troſenwittwen und Kinder, denen er das Einzige, das Hoͤchſte gegeben hatte, das in ſeiner Macht ſtand: ein kleines Kapital, wodurch ſie ſämmtlich in den Stand geſetzt wurden, anſtändig und ſorgenfrei zu leben. Er beſuchte ſie in ihren Wohnungen, und bezeugte ihnen ſeine herzliche Theilnahme, ſeinen innigen Schmerz über ihre Leiden; und ſeine liebreichen Worte, ſeine freundliche Stimme that ihnen wohl........

Doch die Lerche hatte geſungen, ein Segel nach dem andern flog vorüber, während ſchimmernde Wogen den Kiel umtanzten. Es war Zeit aufzubrechen.

Mein Vater!“ ſagte Georg in der Abſchiedsſtunde, „gehe nicht hinweg, o, gehe nicht hinweg vor meiner Rückkehr! Habe ich nicht mehr dieſe Lebenshoffnung,

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