Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
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dann habe ich nichts, nichts!—— iſt es nicht ſchreck⸗ lich, keine Hoffnung zu haben!“

„Sei ſtark, mein theurer Sohn, und Gott wird Dir dieſe letzte Hoffnung nicht rauben! Ich fühle es, wir ſehen uns noch einmal.“

Der Einkauf eines ſchönen Schiffes und die Aus⸗ rüſtung und Bemannung deſſelben brachte Georg's erſtarrte Lebenskraft wiederum in Bewegung; und als er das Verdeck ſeines neuen Fahrzeuges betrat, ſo fühlte er deutlich, daß der Geiſt ſich wieder erheben wollte, um den Grabſtaub abzuſchütteln, der ihn eine lange Zeit ſo ſchwer niedergedrückt hatte. Er konnte unmöglich in ſei⸗ ner großen Thätigkeit den Schmerz ſo empfinden, als wenn er nur in den Träumen lebte.

An dem Abende vor ſeiner Abfahrt fiel es ihm ein, indem er durch den Maſthugg ſpazierte, noch einmal das kleine Haus zu beſehen, in welchem der alte Flaggen⸗ ſchiffer und Frau Rebecca ihre frohe und glückliche Ehe geführt hatten.

Angenehme und wehmüthige Erinnerungen ſchmiegten ſich an ſein Herz... Ach, wie ganz anders war jene Zeit, da er zuerſt mit ſeinem Mantelſacke vor der Thür dieſes Hauſes ſtand! Wie grell unterſchied ſich die leichte Sorgloſigkeit des Jünglings von der bittern Er⸗ fahrung des Mannes!

Georg's Gedanken erhielten inzwiſchen eine andere Richtung, als er einen jungen, wohlgekleideten Mann vor dem Hauſe auf⸗ und abgehen und bald das alte Galeo⸗ nenbild des Gottes Mars, bald den kleinen Hausflur betrachten ſah, welcher zwar reinlich war, aber doch bei weitem nicht die zierliche Feinheit verrieth, die ihn zu den Zeiten der ſeligen Frau Rebecca und der kunſtmäßigen Figuren von Fichtenzweigen ausgezeichnet hatte.

Zum erſten Male ſeit ſieben Monaten empfand Georg