Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

in dieſem ich mich lbſtbeherr⸗ nruhe und

e erwartet

war hoch⸗

Leopoldine: velches Du

verbirgſt? Nota bene

unnt,“ ent⸗ I, daß man en läßt.“ dieſen Wor⸗ zu deuten

Entdeckung, es faſt fuͤr ldinen auf⸗ e mit ihrer bald wieder Zeit allzu erſt ſchmei⸗

„Jetzt zeigte es ſich bald in jedem Geſellſchaftskreiſe, wo Leopoldine ſich zeigte, daß ſie von der Höhe herabge⸗ fallen war, welche ſie dort bisher behauptet hatte. Man erwies ihr zwar noch immer Höoflichkeit; aber dieſe war ſo abgemeſſen, ſo ganz ohne vertrauliche Herzlichkeit, daß Leopoldinens ſchöne Augen mit Unruhe um ſich her zu blicken begannen. Nichts konnte ſie entdecken. Aber es kam ihr gleichwohl ſo vor, als wäre ſie, in welcher Ge⸗ ſellſchaft ſie auch ſein mochte, ſtets vollkommen allein.

„Wie ſehr litt ich! Wie verachtete ich mich ſelbſt als die Urſache der Zurückſetzung dieſes reinſten und edel⸗ ſten Weibes!

„Ich wollte reiſen und hätte es noch gekonnt, wenn ich nicht in meinen Ueberlegungen auf die betrügliche Ueberzeugung gekommen wäre, daß ein ſolcher Schritt von meiner Seite, da ich meine Abſicht, mich eine längere Zeit aufzuhalten, zu erkennen gegeben hatte, Leopoldinens Ruf unrettbar geſtürzt haben würde: die Flucht konnte Schein eines Nothzwanges erhalten, um ein Verhältniß zu verbergen— wo gleichwohl kein Verhältniß zu verber⸗ gen war.

„Die Ehre ſchien von mir zu fordern, daß ich bliebe. Aber ich beobachtete von dem Augenblicke an, da dieſer Entſchluß ſich in meiner Seele befeſtigte, die außerordent⸗ lichſte Vorſichtigkeit; ich zeigte mich offener und brüderlich vertraulicher in meinem Umgange mit Leopoldinen, und benutzte öfter jede Gelegenheit, mit Richard zuſammen zu ſein, welcher ſeiner Seits— dieſes war das erſte Zeichen von ihm, das meine Aufmerkſamkeit auf ſich zog— ſehr befliſſen zu ſein ſchien, der Welt zu zeigen, wie innig ver⸗ traulich und untrennbar wir waren. Doch in der Mitte dieſer Freundſchaftsbezeugungen ertappte ich ihn auf Blicken,