Freundſchaft
dine mein Ge⸗ tung mir die gab mir auch verſtand. Sie ch gegen ihren bei etwas ſo m Stande ge⸗
ollendeten mei⸗
ch Sorgenfret Gehülfin und tfernt mit Re⸗ genſchaften des Berwandtſchaft
neben Leopol⸗ ter Neid, eine ſeopoldine wan mit der freund⸗ n gewöhnlichen wenn es galz ieſe Abneigung p er ſtellte ihn wenn ſie ein amilie bleiben
„Doch Henrika's Eigenſinn ließ ſich nicht beugen. Sie haßte Leopoldinen wegen ihrer Schönheit, ihrer Sanftmuth und Liebenswürdigkeit, ja wegen ihrer ſämmtlichen ſchönen Eigenſchaften; und je mehr ſie einſah, daß dieſer Haß, den ſie nicht verbergen konnte, ſie ſelbſt in unſern Augen unangenehm machte, um ſo ſchärfer wendete ſich ihre un⸗ edle Bitterkeit gegen den unſchuldigen Gegenſtand derſelben.
„Erſt weit ſpäter erfuhr ich, daß ihr Benehmen noch eine andere Urſache hatte: das unwürdige Weib liebte mich mit einer wilden Leidenſchaft; ihre Liebe zu mir hatte entdeckt, daß ich Leopoldinen liebte— und nun hatte ſie die furchtbarſten Waffen zu ihrer Rache: an Leopol⸗ dinen wegen ihrer Ueberlegenheit, an mir wegen meiner Gleichgültigkeit..
„Doch dieſe wohl übeklegte Rache ſollte nur Schritt für Schritt und ſo unmerklich nahen, daß wir ſelbſt nicht fühlen möchten, wie nahe ſie war, ehe ſie plötzlich mit einem Male über uns herein brach. Mit der Beharrlich⸗ keit eines hölliſchen Geiſtes erwartete ſie den paſſenden Augenblick. Sie ſtudirte genau die Charaktere, mit wel⸗ chen ſie zu thun hatte, und war ſchlau genug, dieſelben richtig zu beurtheilen.
„Ihr Erſtes war, einer der Nachbarsfrauen unter dem Siegel der Verſchwiegenheit ihre tiefe Trauer über die Entdeckung, die ſie gleich bei ihrer Ankunft in Sorgenfrei gemacht, anzuvertrauen, eine Entdeckung, welche der ein⸗ zige Grund ihres unüberwindlichen Wiberwillens gegen Leopoldine wäre, denn dieſes falſche Welb triebe untern dem Scheine der vereinigten Eigenſchaften eines frohen Kindes und einer Heiligen den grauſamſten Scherz mit dem Vertrauen ihres Mannes und unterhielte gerade unter ſeinen Augen einen Liebeshandel mit ſeinem beſten Freunde.
„Und das Gerücht flog mit der Schnelligkeit einer Rackete von Mund zu Munde.
„Einige wollten ihm zwar keinen Glauben beimeſſen, doch Andere, welche gleich Henrika Leopoldinens Vorzuͤge
Der Einſiedler ꝛc. II. 3


