Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
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ine Aeu⸗ es würde Freunde, ſen Augen ſein Herz

Hand an der Reue

her zurück, auf Kuß

irme Buß⸗ gehoͤrt, daß ein gut er⸗ da jedoch wohl das ne aufrich⸗ 44

n Herz ge⸗ ng? Oder

einer ſtren⸗ ls Richard ich mich ſo ude ausrief: her, munte⸗

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rer als Deine Briefe! O Du alter Wilhelm, Ehrenbru⸗

der, wie danke ich Dir, daß Du kamſt! Ich war faſt bereit, Weib und Kind zu verlaſſen, um Dich aufzuſuchen und Dich wieder zu einem Menſchen zu machen! Denn mein Herz kennt keine Veränderung!“ Und er drückte mich an dieſes treufeſte, dieſes edle und zuverläſſige Herz mit einer Wärme, die ſich dem meinigen mittheilte und meine böſen Gedanken reinigte, ſo daß ich ein noch ſtär⸗ keres Verlangen empfand, dieſer redlichen, uneigennützigen Freundſchaft würdig zu bleiben.

„Ach, welches Leben nahm jetzt ſeinen Anfang!

„Ich wanderte an dem Nande eines Abgrundes, an welchem die herrlichſten, die entzückendſten Blumen wu⸗ cherten. Dieſe Blumen aber hatten immer etwas Berau⸗ ſchendes, ihr Anblick entzückte meine Seele, während ihr Duft die gefährlichſte Wirkung auf meine Sinne aus⸗ übte.....

„Nie iſt eine Ehe glücklicher geweſen als Richard's und Leopoldinen's! Und als hätte ſie mich gleichſam rä⸗ chen wollen wegen des Verdachtes, den ich zu äußern ge⸗ wagt hatte, ſo ließ ſie mich oft in die Tiefe ihres Herzens hinabblicken. Dort brannte, dort flammte ein Himmel von Liebe— und dort wohnte er, dort ſchwelgte Richard, während ich, zitternd vor wahnſinniger Eiferſucht, draußen ſtand und neidiſche Blicke hinein warf.

„Und dennoch— dennoch war er mir ſo theuer!

„Ich hatte mir geſchworen, Sorgenfrei zu verlaſſen, ſobald ich beſtimmt glauben konnte, daß Richard oder Leopoldine ſelbſt meinen wahren Zuſtand ahnten. Doch ſo lange ich meine Blicke, meine Worte und Geberden zu beherrſchen vermochte, wollte ich bleiben. Ich wußte nur allzu wohl, daß ich Leopoldinen nie wieder ſehen würde: denn hatte ich noch einmal den Muth, die Gefahr zu fliehen, ſo wollte ich mir durch einen Eid— ja durch die Abſchlie⸗ ßung eines Ehebundes, dieſer mochte ausfallen wie er