Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
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ſeine Farbe zu führen

ber ſo biſt

leider als eiſe war!“ freuen— ... doch von Sor⸗ ewogenheit und reichte und ſtolzer erſchüttert, ſt, daß es lſe trennte,

ſehr väter⸗ ihen, mein denn jemals alten ſollſt; Hinſicht den ecken dürfen geſchrieben, zur flüchtige

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und rührender Einfalt an— glaubſt Du, daß die Männer die frohe, lebensfriſche Liebe nicht mehr lieben, als die feierliche, ſehnſuchtsvolle und wehmüthige, die in ihren Blicken jeden Wunſch, jeden Gedanken leſen will, um ihn zu ihrem Geſetze zu machen, ehe er noch eine beſtimmte Form erhalten hat?“

„Nun, thut denn das nicht auch die frohe und lebens⸗ friſche Liebe?“

„Leopoldinens feine Wange, auf welcher die ſchönſte Roͤthe der Roſe ruhte, nahm eine ſtärkere Farbe an, ihr Auge lächelte, und indem ſie mich mit einem ſchnellen Blicke voller Feuer und Schalkhaftigkeit betrachtete, ſagte ſie eilfertig:„Eine zudringliche Frage, die um ſo weniger auf eine Antwort rechnen kann, als ich noch keine Ant⸗ wort auf die meinige erhalten habe!“

„Die will ich Dir nicht ſchuldig bleiben, Leopoldine! Ich glaube, eine ſolche Liebe feſſelt den Mann länger als eine andere; aber ich glaube auch, daß diejenige, welche eine ſolche Liebe hegt, keiner ſo ſtarken und großen Ge⸗ fühle fähig iſt, als diejenige, welche ihre Liebe in einem tieferen Ernſte zeigt. Die recht ſtarke Flamme verſchmäht jede Vergrößerung durch kleine Kerzen.“

„Ich glaube nicht, daß dies meine Herzensmeinung warz wenigſtens war mir noch nie ein ſolcher Gedanke eingefallen— ich wußte ja, wie unbegränzt Leopoldine ihren Gatten liebte. Aber ich glaube, ich wollte ſie rei⸗ zen und ihr einbilden, daß ich davon nicht ſo überzeugt war, wie ich es in der That war. Es war ein boͤſer Geiſt, der mir dieſen Willen einfloͤßte; aber ich war nicht im Stande, jetzt meine Gedanken und Worte abzuwägen. Nur ein Gedanke ſtand mir klar vor der Seele, nämlich daß ich mein Geheimniß bewahren müßte..

„Ein augenblickliches Stillſchweigen war eingetreten. Als ich wieder aufblickte, ſo erröthete ich. In dem langen Kranze der feinen Wimpern Leopoldinens hing eine Thräne

o wie brannte mir dieſe Thräne auf meinem Herzen,