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Wie glücklich wäre ich, wenn ich den einen Sturm in den andern werfen könnte, welche Wolluſt wäre es, wenn ich den Brand in meinem Blute dort unten in dem kühlen Grabe löſchen könnte! Doch nein; eine ſolche Wolluſt gibt es nicht für mich; ich muß leben, um den bittern Lebensſaft tropfenweiſe zu trinken, bis die Flaſche geleert iſt—— noch aber iſt vieles übrigg. Nein, nicht auf dieſe Weiſe... mein Kopf iſt nicht gut! Ich will mir vorſtellen, daß ich eine Art von Ruhe habe: ich will ja dieſe Reihen für Georg aufſetzen, für Nicoli⸗ nens Sohp...
„Ich liebte Helgenäs ſo, daß vielleicht kein Menſch begreifen kann, daß man im Stande iſt, einen Erdfleck, ein altes Gebäude und einen verfallenen Hafendamm ſo zu lieben. Doch dieſer herrliche Fleck an dem öden Strande war meine Welt; und jedes Mal, wenn ich von meiner Reiſe heimkehrte, gelobte ich mir, ihn ſo bald nicht wieder zu verlaſſen; denn nirgends empfand ich die Freude, die Behaglichkeit und den Genuß, den mir die Heimat ſchenkte.
„Ich meinte, der erſte Rauſch der Jugend wäre ſchon vorüber. Obgleich ich noch nicht ein und zwanzig Jahre zählte, ſo reifte ich dennoch, wie ich glaubte, ſchon heran zu einem ruhigen und glücklichen Mannesalter.
„Ach, wie ganz anders wurde es nicht!
„In Dänemark hatte ich einen Freund. Soll ich es wagen, Richard Tank's Namen niederzuſchreiben.... nein, die Feder ſinkt— ich muß ein Paar Tage ruhen; ich muß mich gewöhnen, dieſen Namen auf dem Papiere zu ſehen: jeder Buchſtabe trägt einen Anklagepunkt in ſich. „Richard Tank war nicht reich an Gütern dieſer Erde, um ſo reicher aber war er an Ehre, Selbſtſtändigkeit und edler Geſinnung. Er war ein ſtolzer Mann mit einem geachteten Namen; und ſein höchſtes Beſtreben war, dieſen Namen ſeinen Nachkommen eben ſo unbefleckt zu hinter⸗ laſſen, wie er ihn von ſeinen Vorfahren empfangen hatte.
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