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„Gut, Junge, verdammt gut!“ nickte der Alte.„Gib
ihr noch eine Salve, ſo ſtreicht ſie bald die Segel!“
Frau Stormbom höoͤrte nie, was ſie unter ihrer Würde
hielt, zu hoͤren.
Inzwiſchen war Georg ſchon in den Hausflur hinaus⸗
gegangen; doch wer in der größten Eile nachfolgte, den
Schlüſſel in der aͤußern Thür umdrehte und denſelben in „die Taſche ſteckte, das war Frau Rebecca, welche gleich⸗
wohl dabei die Unv äußern:„So, nun
Bei dieſer Aeußerung fuhr eine höhere Röthe über
Georg's Wangen. wußte er nicht rech
ſo viele Beſinnung, daß er ſich über ſich ſelbſt ärgern
orſichtigkeit beging, ziemlich hörbar zu
ſitzt die Maus in der Falle!“
Zum erſten Male in ſeinem Leben
t, was er that. Indeſſen hatte er doch
konnte; aber er ärgerte ſich noch mehr darüber, daß Frau Rebecca ihm ſo überlegen ſein ſollte. Und in ſeiner jetz⸗ gen gereizten Stimmung war hievon die Folge, daß er
zeigen mußte, er ſei nicht geſonnen, ſich dem Willen eines Andern zu unterwerfen, und wenn es ihm auch das Leben
koſten ſollte. „So, nun ſitzt
die Maus in der Falle!“
„Das glaube ich nicht!“ antwortete Georg mit eiwas
zitternder Stimme. gefälligſt die Thür Thuͤr hinaus, ſo ko
Frau Stormbom betrachtete ihn einige Augenblicke
mit Stillſchweigen.
„Frau Stormbom, machen Sie mir
———
auf! Denn komme ich nicht durch die
mme ich wohl durch's Fenſter!“
„Wie will Er durch Fenſterladen
und doppelte Fenſter kommen?“
„Werden wohl ſehen... doch noch einmal: oͤfnen
Sie gefälligſt die Thür!“
Jetzt merkte Frau Rebecca, daß ihre Macht gänzlich
gebrochen war, und ſo ſchwer es ihr auch wurde, ſo mußte
ſie ſich gleichwohl „Mein lieber Herr
bequemen, andere Waffen zu waählen.
Georg!“ ſagte ſie,„höre Er nun auf 3
mit Seinem Gallimathias! Habe ich nicht genug für Ihn
gelitten, da Er mein Bett mit dem kalten Waſſer begoſſen


