Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1846)
Entstehung
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ſie erreichte, ſchleuderte ſie ihm einen ſcharfen Stein an den Kopf, ſo daß ihm ſchwindlich wurde in der Mütze, und er wie ein Verrückter umherzulaufen begann.

Da— gerade im ſchlimmſten Augenblicke— landete noch ein anderes kleines Boot, und mit einem lauten Freu⸗ denrufe vernahm die Jungfrau die Stimme ihres Ge⸗ liebten.

„Zur See, meine holde Dirne!“ ſchrie Johannes und ſtürmte friſch den Strand herauf, ſo daß er die Jungfrau in ſeine Arme bekam.„Du ſollſt ſehen,“ ſagt' er weiter, „daß der Schelm zehn Kämpen hier verſteckt hat, ſonſt ſtritte ich mit ihm— doch nun müſſen wir fliehen.“

Doch ſieh, kaum war das Boot vom Lande abgeſto⸗ ßen, ſo kam der Prinz ſo weit wieder zu ſich ſelbſt, daß er mit einer großen Pfeife alle Kämpen zuſammenpfiffz dieſe warfen ſich nun über Hals und Kopf in die Böte, um die Beute zurückzuholen.

Da Johannes ſah, wie es beſtellt war, ſo begriff er, daß es rein unmoöͤglich war, die See zu erreichen. Er landete daher dort bei der Klippe und kam nur ſo gerade hinauf, ehe der ganze Schwarm nachkam, wie hungrige Wölfe hinter einem Lamme. Johannes und ſeine Herz⸗ allerliebſte waren hier Zwei gegen Elf. Er kämpfte und ſie kämpfte mit übermenſchlicher Macht; doch da ſie zu⸗ letzt ſahen, daß der Kampf fur ſie keinen glücklichen Aus⸗ gang haben koͤnnte, ſo rief die Jungfrau mit lautet Stimme:

„Lieber Johannes, wenn Du mich lieb haſt, ſo ſtoßt mich mit Deiner Hand hinab in die Tiefe des Meeresz denn wenn Du fällſt, ſo weiß ich wohl, was meine wartet!“

Dieſe Worte brannten wie das heißeſte Feuer in Jo hannes Blut; er hieb und ſtach um ſich her, wie der Tet⸗ fel ſelbſt; als er aber verſtand, daß er immer matter um matter wurde und das Spiel nicht länger beſtehen konnte, ſo heftete er traurig ſeine Augen auf die Liebſte, und i

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